Ein Platz, den niemand mag

Baustelle: Der Sportplatz Heinrich-Gross-Straße kann zurzeit nicht genutzt werden. Foto: pr

Bezirkssportanlage Heinrich-Gross-Straße wird für 120.000 Euro instandgesetzt – danch soll Türkiye dort spielen

Ch.v.Savigny, Wilhelmsburg
In Wilhelmsburg gibt’s viele Sportler, aber nur wenig Sportplätze. Und doch liegt eine Bezirkssportanlage seit Jahren nahezu brach und wird kaum genutzt. Ein Blick reicht, um zu wissen, warum.Man sieht eine riesige Wasserfläche, aus der ein paar aufgeschüttete Erdhügel herausragen, dahinter ein Bagger, der auf seinen Einsatz zu warten scheint. Nur der Rasen dahinter mit den beiden aufgestellten Fußballtoren wirkt einigermaßen bespielbar. Mit einem Sportplatz hat das Gelände am Ende der Heinrich-Gross-Straße zurzeit wenig zu tun:
„Es wird dort zurzeit die Entwässerung erneuert“, berichtet Sorina Weiland, Sprecherin des Bezirksamts Mitte. „Die Arbeiten sollen Anfang November beendet sein – sofern die die Wetterlage es zulässt.“
Früher hatte hier der 1. FFC Wilhelmsburg gekickt, doch der Frauenfußballclub ist mittlerweile komplett an die Rotenhäuser Straße umgezogen. Laut Protokoll des Sanierungsbeirats Südliches Reiherstiegviertel vom Mai 2014 „wegen mangelnder Wegebeleuchtung“. Weiter heißt es dort: „Seit 2010 ist der Sportplatz aus der Bewirtschaftung herausgenommen worden, so dass dort kein regulärer Spielbetrieb mehr stattfindet. Falls es wieder gesteigertes Interesse an dem Platz gibt, werde dieser für die Sportnutzung wieder zur Verfügung gestellt.“
Ursprünglich waren eine Reihe von Zwischennutzungen geplant. „Unterschiedliche Vereine außerhalb des Sports, unter anderem die Waldorfschule, hatten sich für die Nutzung der Flächen interessiert“, erläutert Jörn Frommann, CDU-Bezirksabgeordneter. Insgesamt gesehen habe man jedoch keine befriedigende Lösung gefunden. „Leider wurden notwendige Investitionen schon lange nicht mehr getätigt, so dass zu befürchten ist, das auf dem Gelände langfristig kein Verein mehr beheimatet sein wird.“
Doch Bezirksamtssprecherin Weiland kann Erfreuliches verkünden: „Es hat einen größeren Schaden gegeben. Uns haben lange die nötigen Mittel für die Reparaturen gefehlt. Aber jetzt haben wir das Geld, rund 120.000 Euro, beisammen.“ Nach Abschluss der Reparaturen werde der FC Türkiye die Sportanlage nutzen.
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