Der Mann hinter Fatih Akins Erfolg

Andrew Bird beantwortet die Fragen seiner Zuhörer in der NMS

Er steht im Schatten von Fatih Akin, aber ohne ihn würde Akin kaum so im Rampenlicht stehen. Andrew Bird ist der Cutter der berühmten und erfolgreichen Spielfilme des deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akin.

Und wie wichtig ein Cutter oder Schneidemeister für die Herstellung eines Films ist, wurde in dem Gespräch deutlich, das die Schüler des 13. Jahrgangs der Nelson-Mandela-Schule jetzt mit ihm führen konnten.

Andrew Bird hatte sich nämlich nach Kirchdorf aufgemacht, um unseren Schülern den Film „Auf der andren Seite“ und seine Tätigkeit als Cutter bzw. Editor näher zu bringen. Fatih Akins und Andrew Birds Film ist in diesem Jahr Thema im Zentralabitur Deutsch. Bird sprach von monatelangen Experimenten im Schneideraum, von Versuchen und Vorführungen vor Testpublikum, bis ein Film seine endgültige Form bekomme. Er selber halte sich nur selten am Set oder an den Originalschauplätzen auf. Schließlich sei seine Perspektive die des Zuschauers, der die Wirklichkeit des Films auch nur im Kino erfahre. Akins Filme spielen im deutsch-türkischen Milieu, passen so zum Obertitel des Abiturthemas„Identität und Kultur“.

Andrew Bird ist Engländer und lebt seit über dreißig Jahren in Hamburg. Ob er nicht selber einmal Regie führen wolle, wollten die Schüler zum Schluss noch vom berühmten Cutter, der schon höchste Auszeichnungen für seine Arbeit bekommen hat, wissen. Und der gab zu, durchaus solche Pläne zu haben, schließlich kenne er die Arbeit von Regisseuren ja durch und durch.

Viele Anfragen für Besuche hat es von Schulen an die Filmemacher gegeben, berichtet Bird, aber nur für zwei Schulbesuche habe seine Zeit gereicht. Der Einladung der Nelson-Mandela-Schule sei er gern gefolgt, nicht nur wegen des sympathischen Schulnamens, sondern auch wegen einer gewissen Affinität der Filme zu Wilhelmsburg (z.B. „Soul-Kitchen“).

So hatten die Schüler der Nelson-Mandela-Schule als einzige der Stadt die Gelegenheit, sowohl den Autor des Abitur-Romans Finn-Ole Heinrich ( er hat uns im Sommer besucht) als auch den Filmemacher des Abitur-Films kennen zu lernen und zu befragen.

Franz Rieping
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