„Der beste Latte Macchiato Hamburgs“

Ivonne Goethe (l.) und Nicole Wiemers helfen als Ehrenamtliche in dem Kirchencafé mit. „Man kennt die meisten Leute hier, das ist wie ein Dorf“, sagt Goethe. Foto: as

Jeden Freitag lädt das neue Café in der Kirche auf der Veddel zum
Kaffeetrinken und Klönen ein

Von Anna Sosnowski. Auf den großen Tischen liegen rot-weiß karierte Decken, hinter der Bar zischt die Espressomaschine. Uschi Hoffmann nimmt einen Schluck von ihrem Latte Macchiato und beginnt zu erzählen. „Es war schon lange Wunsch der Gemeinde, einen offenen Treffpunkt für alle Menschen im Stadtteil zu haben“, sagt die Diakonin der evangelischen Kirche auf der Veddel. Doch dafür fehlte das Geld. Dann kam das Schauspielhaus mit seinem großen Theaterprojekt New Hamburg auf die Elbinsel und sorgte für die Anschubfinanzierung. „Dadurch haben wir die Chance im kleinen Rahmen zu starten“, freut sich Hoffmann.
Am 11. Juli ging es los. Zurzeit ist das Café im Gemeindezentrum der Immanuelkirche, für das noch ein passender Namen gesucht wird, nur freitags von 15 bis 21 Uhr geöffnet. Hoffmann würde gerne an drei bis vier Tagen die Woche aufmachen, doch die dafür benötige Stelle, kann man nicht finanzieren. Noch halten etwa 15 Ehrenamtliche das Café am Laufen. Nicole Wiemers ist eine von ihnen.
Sie hilft schon seit langem beim „Veddeler Abendbrot“, einem Abendessen, zu dem die Kirche jeden Dienstagabend alle Inselbewohner einlädt. Das neue Café findet sie „super klasse“. „Das hat auf der Veddel wirklich gefehlt“, sagt Wiemers. Denn besonders Frauen hätten zuvor Mühe gehabt, auf der Elbinsel einen Ort zum Klönen und Kaffeetrinken zu finden.
Das Café versteht sich als soziales Projekt. Die Preise liegen nur knapp über dem Einkaufspreis, jeder soll sich eine Limo leisten können. „Das Zusammenbringen von Kulturen steht hier im Vordergrund“, sagt Gastronom Ergün Yagbasam, der die ehrenamtlichen Helfer angelernt hat . Yagbasam hat Szene-Cafés im Schanzen- und Karoviertel betrieben. Auf der Veddel bietet er zwar ein ähnliches Getränkesortiment an, doch die Hipster aus dem Schanzenviertel will er nicht damit anlocken. „Wir machen das alles für die Menschen aus dem Viertel“, sagt er. Und die sollen genauso guten Kaffee trinken, wie nördlich der Elbe. Zwei Wochen hat es gedauert, bis Yagbasam den Helfern beigebracht hatte, den zuzubereiten. „Ich dachte mir, lass uns ein Kirchencafé anbieten mit dem besten Latte Macchiato Hamburgs“, sagt er.
Ehrenamtliche gesucht:
Wer Lust hat, im Café mitzuhelfen, kann sich bei Uschi Hoffmann unter Telefon 78 10 27 93 oder per E-Mail an u.hoffmann@kirche-
hamburg-ost.de wenden.
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