Da hilft kein Blaulicht

Drei Verkehrsinseln bremsen den Verkehr. Leider auch die Feuerwehr
Hamburg: Kirchdorf |

Die neue Verkehrsberuhigung bremst die Feuerwehr

Die Anlieger hatten sich gefreut, war nach aufwendiger Fahrbahnsanierung in der Straße „Bei der Windmühle“ endlich das letzte Baufahrzeug abgerückt. Doch unter die Freude der Anwohner über die neue Teerdecke mischt sich die Besorgnis der Freiwilligen Feuerwehr über die neuinstallierten Verkehrsinseln.
Die neue Verkehrsberuhigung bremst die Feuerwehr.

Das Elend bei jeder Alarmierung geht für die Feuerwehrmänner schon los, wenn sie mit ihrem Privatauto von zu Hause oder dem Arbeitsplatz zur Wache zwängen müssen. Sind die Helfer angekommen und umgezogen, stockt die Fahrt zum Einsatz manchmal noch auf dem Feuerwehr-Gelände: Denn in der Straße gibt seit neustem Verkehrsinseln und spätestens beim Aufeinandertreffen mit dem Linienbus wird es wirklich eng.

„Der Wunsch, den Verkehr in der Tempo 30 Zone noch weiter abzubremsen ist hier nicht nachvollziehbar.“ sagt Peter Lemanski, Wehrführer der Feuerwehr Kirchdorf. Er ist besorgt, dass gerade die Sicherheit auf der Strecke bleiben könnte - buchstäblich. Denn jede der neuen Insel, jeder Schwenk, jede Engstelle kostet Zeit. „Jede Maßnahme für sich gesehen erscheint vielleicht nicht dramatisch“ sagt Lemanski. „Aber im Zusammenhang mit der zugeparkten Straße sprechen wir nicht mehr von Sekunden, sondern vielleicht von Minuten. Und wenn man auf die Retter wartet, sind Minuten verdammt lang.“

„Die Wehr wird die Entwicklung kritisch beobachten“. „Und vielleicht gibt es ja auch Unterstützung durch die Anwohner und der Hochbahn“, hofft Lemanski.
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