Boule-Platz ohne Licht

Gegenüber der Honigfabrik wird regelmäßig Boule gespielt - noch fehlt hier eine Beleuchtung. (Foto: pr)

Kann das geändert werden? Bezirksamt hat noch keine Entscheidung getroffen

Angela Dietz, Wilhelmsburg – Seit zwölf Jahren treffen sich Boule-Spieler auf einem Platz gegenüber der Honigfabrik (Hofa) in der Industriestraße. Das Kugelspiel erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Fehlt nur noch die Beleuchtung für die Nachmittage und Abende im Frühjahr und Herbst.
„Seit vier, fünf Jahren versuchen wir, von der Stadt Licht zu bekommen“, erzählt Boule-Fan Stefan Baczkowski, „bisher
erfolglos.“ 5.000 Euro solle so eine Beleuchtungsanlage kosten. Nach etlichen Gespräche und Nachfragen in Ausschüssen hieß es, es sei schwierig, auf dem Platz eine Stromzuleitung zu legen, so Baczkowski.
Er selbst ist sich dagegen sicher, dass es bereits ein Erd-Anschlusskabel gibt. „Bei Straßenbauarbeiten habe ich eines gesehen“, berichtet er. Straßenlaternen in der Nähe sind auch vorhanden, die allerdings nicht den baumgesäumten Boule-Platz beleuchten.
Die unterschiedlichsten Menschen treffen sich auf dem Boule-Platz: Nachbarn, Hofa-Besucher, Junge, Ältere, Montagearbeiter und Flüchtlingskinder. Rund 20 Leute gehören zum „harten Kern“ der Boule-Spieler. „Der Platz hat sich zu einem regelrechten Treffpunkt entwickelt“, hat Stefan Baczkowski beobachtet. Regelmäßig spiele eine Gruppe eines Vereins, der psychisch Kranke betreut. Manchmal kämen sogar eigens Mitglieder von Boule-Vereinen angereist.
Tatsächlich hatten die Grünen im Regionalausschuss mit Zustimmung der SPD bereits im November 2013 einen sogenannten „Prüfauftrag“ an die Verwaltung im Bezirksamt Mitte abgegeben. Bisher anscheinend ohne Ergebnis.
Im März diesen Jahres gab es dann einen Ortstermin mit Vertretern des zuständigen Fachamts und der Boule-
Gruppe. Im April empfahl der Beirat für Stadtentwicklung einstimmig eine Lichtanlage und bat das zuständige Amt, den Vorgang zu prüfen. Noch ist kein Ergebnis bekannt.
Kesbana Klein, SPD-Bezirksabgeordnete und Regionalausschuss-Mitglied, befürwortet eine Lichtanlage für den Boule-Platz. „Sollte das Bezirksamt die Anlage nicht aus eigenen Mitteln finanzieren können“, sagt Kesbana Klein, „empfehle ich der Boule-Gruppe, einen Antrag auf Sondermittel aus dem Regionalausschuss Wilhelmsburg Veddel zu stellen.“ Die Abgeordnete sieht gute Chancen, dass ihre Fraktion zustimmt.

Petanque
In Deutschland wird für die „Kugelsportarten“ Boccia, Petanque oder Bowls meist die Sammelbezeichnung „Boule“ verwendet. Das in Frankreich auf öffentlichen Plätzen ausgetragene Freizeit-Kugelspiel heißt allerdings Petanque.
Beim Petanque versuchen zwei Mannschaften, eine
bestimmte Anzahl von Kugeln so nahe wie möglich an eine vorher ausgeworfene Zielkugel (Schweinchen) zu werfen. Im Wettkampf stehen sich jeweils drei Spieler (Triplette), zwei Spieler (Doublette) oder ein Spieler (Tête-à-
tête) gegenüber. Pétanque wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Südfrankreich erfunden.
Der Deutsche Pétanque Verband (DPV) hatte Ende 2013 fast 19.000 Mitglieder. Quelle: Wikipedia
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