A26-Ost: Werden Forderungen der Bürger berücksichtigt?

In Stadtteilgesprächen, Workshops und auch online konnten Bürger Anmerkungen und Vorschläge zu den A26-Planungen machen. Foto: jo larsson

Verkehrsbehörde lädt zum Infoabend:
Montag, 11. Dezember, 18.30 Uhr, Bürgerhaus Wilhelmsburg

Olaf Zimmermann, Wilhelmsburg
Die Planungen für die Stadtautobahn A26-Ost in Wilhelmsburg schreiten voran. Am Montag, 11. Dezember, informiert die zuständige Verkehrsbehörde, wie und ob die Ergebnisse des „Bürgergutachtens“ berücksichtigt werden. Der Infoabend findet von 18.30 bis 20.30 Uhr im Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20, statt.
Der Bau der A26-Ost, früher Hafenquerspange genannt, ist in drei Abschnitte aufgeteilt. Jetzt soll auch im Wilhelmsburger Abschnitt verbindliches Planrecht geschaffen werden. Nach den bisherigen Entwürfen soll die Trasse parallel zur vorhandenen Straße Kornweide im Tunnel und weiter in einem Trog führen. Wohn- und Naherholungsgebiete wären betroffen, Kirchdorf-Süd in einem Autobahndreieck eingequetscht.
In Wilhelmsburg ist die Front der A26-Ost-Gegner gespalten. Viele lehnen eine neue Autobahn komplett ab. Sie setzen darauf, den Bau politisch oder gerichtlich zu verhindern – zumindest aber den geplanten Trassenverlauf zu kippen.
Es gibt auch Wilhelmsburger, die anders denken. Sie haben beim umfangreichen offiziellen Beteiligungsverfahren, das von der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg organisiert wurde, mitgemacht. „Dieses Verfahren ist nicht ergebnisoffen“, kritisieren A26-Ost-Gegner. Das Bürgerhaus lasse sich für den Bau der A26-Ost einspannen.
Im offiziellen Beteiligungsverfahren wurden Anregungen und Forderungen gesammelt und in einem „Bürgergutachten“ zusammengefasst. Die wichtigsten Punkte: Der Tunnel soll von Finkenriek bis nach Stillhorn verlängert werden.
Als Alternative zur Anschlussstelle an der Otto-Brenner-Straße oder in Stillhorn wird eine Anschlussstelle in der Verlängerung des Pollhorn Wegs gefordert.
Bereits am heutigen Mittwoch, 6. Dezember, nehmen das Bündnis Verkehrswende Hamburg, der Verkehrsclub Deutschland und der Nabu Hamburg Stellung zur A26-Ost. „Während die Republik über Klimaschutz, Luftverschmutzung und Verkehrswende diskutiert, zementiert der Hamburger Senat seine Verkehrspolitik von gestern mit einer neuen Autobahn mitten durch die Stadt: der A26-Ost“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

A26-Ost
Die gut neun Kilometer lange und rund 900 Millionen Euro teure Strecke soll eine Verbindung zwischen A1 und A7 schaffen. „Wir brauchen eine Entlastung für die Hafenverkehre und für die großräumigen Verkehre von Ost nach West“, begründet Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof. Arnold Mergell (Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden) ergänzt: „Die Realisierung der A26- Ost ist längst überfällig.“Zeitplan der Behörde für den Abschnitt C (Anschlussstelle Hohe Schaar bis Autobahndreieck Stillhorn): Planung bis Mitte 2018; Planfeststellung bis 3. Quartal 2020; Bau: 3. Quartal 2021 bis 2015.
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