2017 wird der Grandplatz zum Kunstrasen

Bald wird hier Kunstrasen liegen: Der Sportplatz an der Slomanstraße auf der Veddel. (Foto: düse)

Es tut sich was bei den Wilhelmsburger Sportstätten, Teil eins:
Klub Kosova möchte von Wilhelmsburg auf die Veddel umziehen

Waldemar Düse, Veddel – Schon ein flüchtiger Blick aus luftiger Höhe auf die Veddel und Wilhelmsburg offenbart, dass dieser Teil „Süderelbiens“ mit Sportplätzen gut versorgt ist. Zehn Anlagen für 15 Vereine, die meisten eingebettet in Wohnquartiere und fußläufig erreichbar.
Eine auf den ersten Blick komfortable Situation, kämen da nicht große Herausforderungen auf die Elbinsel zu. Hamburg platzt aus allen Nähten, Wilhelmsburg wird in einigen Jahren mehr als 10.000 neue Einwohner.
Der notwendige Wohnungsbau und die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße an die Bahntrasse werden den Stadtteil grundlegend verändern. Mit für die Sportvereine teilweise gravierenden Folgen, über die wir in den kommenden Wochen berichten werden. Ein Blick in das städtebauliche Konzept „Zukunftsbild Hamburger Elbinseln 2013+“ verdeutlicht das. „Die Planungen laufen für alle Plätze“, so der für die Umsetzung zuständige Uwe Sals vom Fachamt Bezirklicher Sportstättenbau im Bezirksamt Mitte. „Sie sind gemeinsam mit den Vereinen entwickelt worden.“
Das mag Arton Mazrekaj nicht uneingeschränkt unterschreiben. Der Macher des Fußball-Oberliga-Aufsteigers Klub Kosova würde mit seinem gesamten Verein gerne von der Dratelnstraße an die Slomanstraße auf die Veddel umziehen. Die dortige rote Asche wird durch einen Kunstrasen ersetzt.
Der für diesen Sommer angepeilte Baubeginn ist jedoch auf 2017 verschoben worden, weil zunächst die am Platz liegende Kindertagesstätte umgebaut wird.

Perlstieg und Rahmwerder Straße bleiben Grandplätze


„Wir haben gegenüber der Stadt unsere Wünsche geäußert“, so Mazrekaj. Zentraler Bestandteil sei ein Funktionsgebäude als Anlaufstelle des Vereins. „Wir würden uns finanziell auch beteiligen. Aber das scheint bei der Stadt so angekommen zu sein, als wollten wir ebenfalls dort ansässige Vereine vertreiben. Das ist aber keinesfalls so.“ Neben Kosovas sechs Jugendmannschaften spielen dort noch Vatan Gücü, Veddel United und der FC Bingöl.
Weiterhin auf roter Asche spielen und trainieren werden dagegen Vorwärts Ost, Kurdis-tan Welat und Inter 2000 an der Rahmwerder Straße und der 1. FFC Wilhelmsburg sowie Bezirksliga-Aufsteiger Juventude am Perlstieg. Für beide Plätze ist eine Sanierung des Untergrunds, aber kein Kunstrasen vorgesehen.
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