Auch Kinder haben Rechte

Kinderschutz-Konferenz im Bürgerhaus Wilhelmsburg: Conner und Emma stellten in einem Workshop klar, welche Kinder-Rechte ihnen wichtig sind. Foto: pr

Kinderschutz-Konferenz im Bürgerhaus erarbeitet Grundlagen-Katalog

Rund 160 Kinder, Jugendliche und pädagogische Fachkräfte aus 37 Hamburger AWO-Einrichtungen haben kürzlich im Bürgerhaus Wilhelmsburg ein innovatives Projekt gestartet: Auf der „Kinderschutz-Konferenz“ erarbeiteten die Teilnehmer in Workshops die Kinder-Rechte, die sie im täglichen Miteinander in Kitas, Spielhäusern oder betreuten Jugendeinrichtungen einfordern und respektiert haben möchten.
Kinderschutz-Vorschriften auf dem Papier helfen wenig, wenn das Kind denkt, dass Erwachse sowieso alles dürfen. Ganz oben auf der Liste stand der Wunsch nach dem Recht auf Schutz des körperlichen Wohlbefindens und des persönlichen Eigentums, außerdem das Recht „Nein“ zu sagen oder über die eigene Kleidung zu entscheiden. „Auch das Recht, über das gewählte Essen zu entscheiden, wurde von den Kindern und Jugendlichen energisch eingefordert“, so AWO-Sprecher Richard Lemloh.
Ziel der Konferenz ist es, die gesammelten Ergebnisse in den AWO-Einrichtungen zu veröffentlichen und in einem demokratischen Verfahren einen Kinderrechtskatalog zu entwickeln. Dieser soll bis Ende des Jahres in maßgeschneiderte und praxistaugliche Kinderschutz-Konzepte umgesetzt werden.
Fachlich begleitet wird das Projekt von Benedikt Sturzenhecker, Professor für Sozialpädagogik und außerschulische Bildung an der Universität Hamburg.
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