Holmbrook: Politik stellt Bedingungen

Der als Notmaßnahme beschlossene Standort für die Flüchtlingsunterkunft am Holmbrook.

Flüchtlingsunterkunft: Statik des Elbtunnels trägt –
Senat stellt Bauantrag

Endlich steht fest: Die geplante Flüchtlingsunterkunft am Holmbrook kann gebaut werden. Bis vor Kurzem war ungewiss, ob überhaupt Gebäude auf der vorgesehenen „Zirkusplatz“-Fläche errichtet werden dürfen.

• Was war das Problem?
Im November 2014 beschloss die Senatskommission für Stadtentwicklung und Wohnungsbau (Senko) eine Notmaßnahme nach Polizeirecht. Nach der soll am Holmbrook eine Flüchtlingsunterkunft entstehen. Baubeginn und Einzug wurden für Anfang und Frühling 2015 angekündigt. Dabei wusste die Senko zu dem Zeitpunkt noch gar nicht, ob die Statik des Elbtunnels den geplanten Bau aushält. Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer prüfte und gab jetzt sein „Go“.

• Wie geht es weiter?
Die Verzögerung hat die Senko genutzt, einen Bauantrag zu stellen, der vor wenigen Tagen im Bezirk Altona eingereicht worden ist. Normalerweise wird dieser nachgereicht, da die Notmaßnahme schnell realisiert werden muss.  

• Welcher Zeitplan besteht?
Die Senko hofft, dass der Bauantrag im Bauausschuss am 24. März abgesegnet wird. Am 30. März soll das Bauvorhaben im Sozialausschuss vorgestellt werden, hier oder später unter Einbeziehung der Öffentlichkeit. Baubeginn soll Mitte April, Fertigstellung Ende August sein.

• Was könnte zum neuen Problem werden?
Von Anfang an hat sich die Bezirkspolitik übergangen gefühlt. Bei einer Notmaßnahme nach Polizeirecht hat der Senat das alleinige Sagen.
Die Politiker sehen nicht ein, im Rahmen des nun vorgezogenen Baugenehmigungsverfahrens mit ins Boot geholt zu werden. Denn ihre Entscheidungen könnte der Senat im Zuge der Notmaßnahme übergehen.

• Was fordert die Politik?
Der Senat soll nicht mehr das letzte Wort über die Flüchtlingsunterkunft Holmbrook haben und die Verfügung als Notmaßnahme nach Polizeirecht zurücknehmen. Anderernfalls werde die Politik den Bauantrag nicht genehmigen.

Was gebaut werden soll
Nach den Plänen eines Architekten des zukünftigen Betreibers „Fördern und Wohnen“ sollen acht zweigeschossige Wohnmodulhäuser entstehen. Jeweils mit drei Dreizimmerwohnungen und eine Vierzimmerwohnung. Insgesamt entstehen so 208 Plätze für Familien und Alleinstehende, die nicht mehr länger in der Erstaufnahme bleiben dürfen. Die Flüchtlingsunterkunft soll erstmal fünf Jahre stehen.
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2 Kommentare
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Michael den Hoet aus Bahrenfeld | 27.03.2015 | 12:41  
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Michael Gehrhard aus Othmarschen | 06.10.2015 | 15:17  
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