Bezwungen in den Schlusssekunden

Alexej Kisilev (links) versucht Kreisläufer Jan-Malte Augustin in Position zu bringen , doch am Ende reichte es für den TV Fischbek in Langenhorn nicht zum Punktgewinn. Foto: rp

Hamburg-Liga: Fischbeker Handballer unterliegen in Langenhorn mit 28:29

RAINER PONIK, HAMBURG-SÜD
Ganze neun Sekunden fehlten den Handballern des TV Fischbek im Auswärtsspiel beim SC Alstertal-Langenhorn zum Punktgewinn. Die Gäste führten nach einer guten Viertelstunde mit 12:8, ehe der Vorsprung durch einige Zeitstrafen bis zur Halbzeitpause auf nur noch einen Treffer zusammenschmolz. Auch in der zweiten Halbzeit hatte das Schiedsrichter-Duo Mlitzko/Siemer die Fischbeker auf dem Kieker, sprach insgesamt neun Zeitstrafen gegen den TVF aus. Zudem verloren die Gäste fast ebenso häufig durch vermeintliche Schrittfehler den Ballbesitz. Klar, dass die Partie kurz nach dem Pausentee kippte. In der 46. Minute führten die Hausherren bereits mit 24:19, doch noch hatten sich die Fischbeker nicht aufgegeben. Nicht zuletzt dank einer starken Schlussphase von TVF-Keeper Azeez Oyewusi kämpften sich die Gäste Tor um Tor wieder heran. Alexej Kisilev erzielte den 27:27-Ausgleich und als Tim Latendorf 23 Sekunden vor Schluss erneut zum 28:28 ausglich, war ein Happy-End zum Greifen nah. Deshalb war es ärgerlich, dass die Fischbeker den Gastgebern in den Schlusssekunden doch noch eine Wurfmöglichkeit ließen, welche die am Ende recht unglückliche 28:29-Niederlage besiegelte.
Schiedsrichter haben
einseitig gepfiffen
„Es ist schade, dass die Schiedsrichter so einseitig gepfiffen haben“, jammerte Jens Kabuse über die beiden Unparteiischen, die den Fischbekern nach deren Sicht nicht gut gesonnen waren. Beste TVF-Torschützen: Marek Struß (sieben Tore) sowie Tim Latendorf, Alexej Kisilev und Jan Niclas Kessler, die jeweils fünf Treffer erzielten. Mit 14:12-Punkten ist der TVF Tabellenvierter.
Weil fest eingeplante Sponsorengelder ausblieben, muss der Verein im kommenden Spieljahr kleinere Brötchen backen. So wird man das Trainerteam um Martin Hug wohl nicht mehr bezahlen können. „Wenn die Mannschaft einverstanden ist, werden wir eine vereinsinterne Lösung finden“, glaubt Jens Kabuse, der in der Saison 2018/19 wieder alleinverantwortlicher Liga-Manager sein wird.
Auch bei den Spielern soll der Fokus in Zukunft wieder mehr auf den eigenen Nachwuchs gelenkt werden. Kabuse: „Mit einer guten Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern wollen wir dann mittelfristig auch wieder eine Top-Platzierung ins Visier nehmen.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.