Zwei Klassen-Gesellschaft

Türkiye II hatte häufig Grund zu Jubeln. Hier hat gerade Nicklas Eckey getroffen. Foto: Köse

Fußball-Kreisliga 1: Sieben Teams spielen um den Titel, der Rest kämpft gegen den Abstieg

Von Waldemar Düse.
Die Fußball-Kreisliga 1 ist unter Hamburgs acht Kreisligen einzigartig: In der zweigeteilten Staffel liegen zwischen dem Tabellenführer FC Türkiye II und dem Tabellensiebten Buxtehude II gerade mal sieben Punkte.
So ist es auch kein Zufall, dass der Leistungsunterschied zwischen den beiden Gruppen in deftigen Kantersiegen deutlich wurde: Der TSV Buchholz 08 II nahm den HSC II mit 11:1 auseinander, Türksport zeigte sich beim 10:1 gegen Dersimspor II nur unwesentlich gnädiger. In die Rubrik „Kantersiege“ fallen auch noch das 9:0 der Buchholzer gegen Vorwärts Ost, das 8:0 des FC Türkiye gegen Dersimspor II sowie das 8:1 von Este 06/70 II bei Dersimspor II und das 8:1 der Buxtehuder gegen den FC Neuenfelde.
Dass der HSC II und Trainer Uwe Ahrens sowie Viktoria und Andreas Roloff sich vorzeitig getrennt haben, ist angesichts der Tabellensituation nicht überraschend. Dass sich Türksport bei nur vier Zählern Rückstand auf den Tabellenführer schon frühzeitig von seinem Coach Serkan Albayrak trennte, schon eher.
Beim Bezirksliga-Absteiger hat man sich den sofortigen Wiederaufstieg auf die Fahnen geschrieben und bei einem geringen Rückstand auf die Tabellenspitze war der auch bei Albayrak Entlassung auch noch nicht außer Reichweite. Aber Kontinuität in der Trainerfrage ist bei Türksport in den vergangenen Jahren nicht unbedingt das Markenzeichen gewesen.
Wer Beispiele sucht, wie Mannschaften aufgebaut und entwickelt werden, kann beim SV Wilhelmsburg II unter Hans-Jürgen Fischer, beim FC Süderelbe II unter Michael Hinrichs und bei Este 06/70 II unter Muharrem Tan fündig werden.
Wehmütig macht der Weg einer der ältesten harburgischen Traditionsvereine: Nicht nur über die hoffnungslos am Tabellenende liegende Ligamannschaft Viktorias ist die Zeit hinweg gegangen.
Gestatten wir uns zum Schluss noch einen Ausflug in die Metereologie: Gerade hatten die Wetterkundler den trockensten Herbst seit Beginn der Wetteraufzeichnungen festgestellt, da brachen der SV Rönneburg und der FC Süderelbe II darüber in schallendes Gelächeter aus: Gleich dreimal scheiterte der Versuch, das Rückspiel gegeneinander auszutragen, am dann doch noch einsetzenden Dauerregen im Spätherbst.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.