Werfen ist ihre Leidenschaft

Kirsten und Ronald Abshagen zeigen, dass man auch mit über 70 Jahren noch überaus erfolgreich im Sport sein kann. Foto: sl (Foto: Foto: sl)
Von Sabine Langner.
Geht nicht, gibt es für Kirsten Abshagen nicht. Die 72-jährige Harburgerin ist Sportlerin so lange sie denken kann und Training gehört für sie so sehr zum Leben wie die Luft zum Atmen. Davon lässt sie sich auch nicht abbringen, wenn ihre Gesundheit mal nicht mehr so mitspielt. Einen Bandscheibenvorfall ignoriert sie seit Jahren erfolgreich. Eine schwere Operation im letzten Jahr hat sie zwar eine Weile ans Bett gefesselt, aber kaum konnte sie wieder stehen, hat sie auch schon wieder mit dem Training begonnen.
Der Lohn für all die Mühe sind Medaillen in Hülle und Fülle. Speer, Kugelstoßen und Dis-kus sind die Disziplinen, in denen Kirsten Abshagen gerade wieder bei den Skandinavischen Meisterschaften in Finnland Gold geholt hat.
Unterstützt wird die gebürtige Dänin dabei von ihrem Mann Ronald, den sie, wie kann es anders sein, vor mehr als 50 Jahren auch beim Sport kennen gelernt hat. „Ich war damals Mitglied in der Turnerschaft Harburg“, erinnert sich der 78-jährige Leichtathlet. „Wir hatten einen Freundschaftswettkampf mit einem dänischen Verein organisiert. Da hat es dann gefunkt zwischen uns.“
Die gemeinsame Leidenschaft für Leichtathletik ist das Geheimnis ihrer glücklichen Ehe. Dabei lag das Können durchaus in verschiedenen Bereichen. Ronald Abshaben war sein ganzes Leben lang Läufer. Als er ein neues Knie bekam, war mit dem Laufen Schluss und er fing mit dem Werfen an. „Im Gegensatz zu meinem Mann war ich im Laufen aber nie richtig gut“, erzählt Kirsten Abshagen. „Fürs Springen sind meine Beine zu kurz. Da blieb nur Werfen.“
Zum Training fahren die beiden Sportler mindestens dreimal pro Woche auf die Sportanlage Opferberg in Neugraben. Seit 1978 sind sie Mitglied in der Leichtathletikgemeinschaft Hausbruch, Neugraben, Fischbek, kurz LG HNF, einer Abteilung der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft. „Dieses Gefühl, sich gemeinsam zum Sport zu treffen, lässt sich mit nichts anderem vergleichen“, sagt Kirsten Abshagen. „Nach dem Duschen sitzt man dann noch eine Weile zusammen. Durch den Sport haben wir Freunde in der ganzen Welt.“
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