Kein Radcross in der Haake

Das wird es in den nächsten Jahren nicht mehr geben: Lokalmatador Jannick Geisler auf der traditionellen Radcross-Strecke an der Kuhtrift. Foto: pr

Traditionsreiches Radspektakel der Harburger Radsport
Gemeinschaft in den Appelbütteler Wald verlegt

Die Entscheidung ist gefallen. Das Weihnachtscrossrennen wird am 26. Dezember nicht in der Haake stattfinden. Die Harburger Radsport Gemeinschaft (HRG) konnte sich nicht mit dem neuen Eigentümer des Waldes, der ImmoForst OGH, einigen. Die Veranstaltung wurde in den Appelbütteler Wald verlegt. Auf dem Gelände im Bereich Ehestorfer Weg und Appelbütteler Straße wurden in der Vergangenheit bereits Rennen der RSG Nordheide durchgeführt.
Hintergrund: Am zweiten Weihnachtstag geht traditionell die Elite der Radcrossfahrer an der Heimfelder Kuhtrift an den Start. Jahrelang lief alles reibungslos. Doch jetzt gehört der Wald nicht mehr dem Bund, sondern der in Dinkelsbühl ansässigen ImmoForst OHG.
„Wir wollten der HRG die Nutzung unseres Waldgeländes am 26.12.2013 kostenlos überlassen“, erläutert ImmoForst-Chef Heinrich Schabert. Gescheitert ist eine Einigung an der Frage „Wer zahlt, wenn etwas passiert?“ Dieses Risiko muss, so Schabert, die HRG übernehmen, denn: „Unsere Firma ist eine OHG, wir haften bis ins letzte Unterhemd hinein.“
In den vergangenen Jahren war das Radrennen, so glaubten alle Beteiligten, über den Hamburger Sportbund versichert. Heinrich Schabert: „Es hat sich herausgestellt, dass die HRG in den letzten Jahren nur einen Haftpflichtversicherungsschutz für ein Straßenrennen hatte. Versicherungsschutz für ein Cross-Radrennen im Staatswald oder Privatforst lag nicht vor.“
Deshalb sollte die HRG jetzt eine umfassende Haftung übernehmen. „Aber das unterschreiben wir nicht“, stellte Susanne Plambeck, zweite Vorsitzende der HRG, klar. „Wir haben jetzt akzeptiert, dass ehrenamtlich organisierte Sportveranstaltungen auf Privatbesitz per Definition nicht zusammenpassen.
Wir müssen jetzt nach vorne schauen. Das bisschen an Kraft und an Helfern, was uns noch geblieben ist, müssen wir jetzt auf die Veranstaltung richten, sonst ist das ganze Rennen, auch an einem anderen Ort, gefährdet.“
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