Hamburger Boxmeisterschaft: Zwei Titel für den Süden

Berat Tolga Aciksari (TuS Finkenwerder) zeigte sich in guter Form und wurde Hamburger Meister im Weltergewicht. Foto: rp (Foto: Foto: rp)

Berat Aciksari (Finkenwerder) und David Burakiewicz (HSC) siegten

Von Rainer Ponik. Hamburg-Süd.
Für die erfolgsverwöhnten Faustkämpfer des TV Fischbek gab es bei den diesjährigen Hamburger Boxmeisterschaften, die am vergangenen Wochenende in der Verbandssporthalle am Braamkamp ausgetragen wurden, diesmal nichts zu feiern. Nach dem Rücktritt von Altmeister Mark Haupt und einigen verletzungsbedingten Absagen standen bei den Titelkämpfen nur zwei Fischbeker Boxer im Ring. Für Sebastian Formella, der im vergangenen Jahr noch den Weltergewichtstitel holte, kam bereits im Viertelfinale das Aus. Im Duell mit dem späteren Hamburger Mittelgewichtsmeister Muhammed Bangaev, der bei der U19-Europameisterschaft in Dublin vor kurzem die Bronzemedaille ergattern konnte, lieferte sich Formella einen Kampf auf Augenhöhe und unterlag seinem Gegenüber denkbar knapp mit 30:31 Punkten. „Dass die besten beiden Mittelgewichtler aufgrund der Auslosung schon in der Vorrunde gegeneinander antreten mussten, war sehr schade“, sprach Herbert Offermanns, Pressesprecher des Hamburger Amateurbox-Verbandes von einem „vorgezogenen Endkampf“. Formellas Vereinskamerad David Okrafka, der ebenfalls in der Gewichtsklasse bis 75 kg an den Start ging, erreichte indes nach einem ebenso knappen Punktsieg gegen den Bahrenfelder Lorenzo Servadei das Halbfinale. Dort kam aber auch für Okrafka das Aus. Dem schlagkräftigen Luruper Ferhat Öztas hatte er nicht genug entgegenzusetzen.
Die Boxerehre des Hamburger Südens musste diesmal von anderen Vereinen gerettet werden:
Finkenwerders Berat Aciksari wurde Hamburger Meister im Weltergewicht. Buxtehudes Darian Neumann machte es dem TuS-Boxer nicht leicht, doch am Ende hatte Aciksari zur Freude seines Trainers Mecit Cetinkaya seinen Gegner weitaus häufiger getroffen und siegte verdient.
Den zweiten Titel für den Süden holte David Burakiewicz. Der junge Halbweltergewichtler vom Harburger SC bestimmte im Fight gegen den Bahrenfelder Jacob Scheer jederzeit das Geschehen im Ring und spielte seine boxerische Überlegenheit geschickt aus. In den nächsten Tagen will der Schützlings von HSC-Coach Hans Heinrich Freude sein Können auch bei den U21-Europameistwerschaften in Köln zeigen. Auch Burakiewicz Stallgefährtin Stephanie Schünke enttäuschte nicht. Nach ihrem Halbfinalsieg gegen Angela Dichte (Epeios) unterlag der amtierenden Deutschen Meisterin Maria Hamel (Agon) zwar nach Punkten, bot dabei aber trotzdem eine gute, kämpferische Leistung.
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