Gut gespielt und doch verloren

Tanja Petersen (SG Wilhelmsburg) stellte auch in Norderstedt ihre Torgefährlichkeit unter Beweis und erzielte sieben Treffer. Foto: rp

Handball: SG Wilhelmsburg kassiert sechste Niederlage in Folge

Von Rainer Ponik. HAMBURG-SÜD.
Zeigen die Hamburg-Liga-Handballerinnen der SG Wilhelmsburg im Abstiegskampf Nerven? Fast scheint es so, denn am vergangenen Sonntag ging auch das sechste Spiel in Folge verloren. Beim 28:30 bei der HG Norderstedt war für die stark ersatzgeschwächten Wilhelmsburgerinnen allerdings durchaus mehr als eine knappe Niederlage möglich.
Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit konnte die SGW bis zur 37. Minute (18:18) gut mithalten, geriet dann aber in Unterzahl innerhalb von zwei Minuten mit 18:22 in Rückstand. Es waren noch fünf Minuten zu spielen, als sich die Gäste wieder bis auf 27:28 herangekämpft hatten. Der Ausgleich lag in den Schlussminuten mehrfach in der Luft, doch ausgerechnet in den entscheidenden Augenblicken führten individuelle Fehler zu Ballverlusten und Gegentoren.
„Ich kann meiner Mannschaft trotzdem keinen Vorwurf machen. Alle haben großen Einsatz gezeigt und alles gegeben“, lobte SGW-Trainer Sven Petersen die unglücklichen Verliererinnen, die mit nur acht gesunden Spielerinnen nach Norderstedt gefahren waren. Beste Torschützin neben Tanja Petersen (sieben Treffer) war Anna Baeckler. Die 21-jährige Rückraumspielerin, die nach dem Ausfall von Louisa Schröder von der Mittelposition nach halbrechts ausweichen musste, zeigte eine sehr starke Leistung und erzielte insgesamt acht Tore.
„Ich bin trotz der Niederlage sehr zuversichtlich, dass wir in den letzten vier Spielen den Klassenerhalt sichern werden“, glaubt Sven Petersen an sein Team, das nach der überraschenden 24:25-Niederlage des Tabellenzweiten SG Altona in Fischbek aber über nur noch zwei Punkte Vorsprung vor den Erzrivalinnen aus dem Hamburger Süden verfügt.
Bevor es am 13. April in Neuwiedenthal zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten kommt, hat die SG Wilhelmsburg allerdings die Chance, den Vorsprung auf den TVF wieder zu vergrößern.
Mit einem Heimsieg gegen den Tabellenletzten TuS Aumühle/Wohltorf wäre man den Klassenerhalt wieder ein großes Stück näher. „Ich hoffe, dass ich für diese wichtige Begegnung in drei Wochen wieder fast alle Spielerinnen an Bord habe“, so Sven Petersen.
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