Grüße aus Südfrankreich

Die Kolumne von Mia Meyer

Schon ungefähr zehn Blasen habe ich nach wenigen Tagen im Trainingslager in Südfrankreich. So genau kann man die aber nicht zählen, da einige ineinander übergehen. Ein bisschen Tape darüber und dann wird weiter gerudert!
Hart im Nehmen muss man ab und zu wirklich sein. Nach einem Stromausfall kommt leider nur noch kaltes Wasser aus der Dusche, Steckdosen kann man in meinem Zimmer lange suchen und an der zu niedrigen Dachgeschossdecke stoße ich mir regelmäßig den Kopf. Doch mein Ziel ist es, fit und belastbar für die anstehende Regattasaison zu werden. Dafür beiße ich die Zähne zusammen und stelle mich auch mal unter die kalte Dusche, wenn auch wirklich nur sehr ungern.
Nach der langen Winterpause, in der ich durch Abitur und Treibeis auf der Elbe am Rudern gehindert wurde, können wir endlich wieder in etwas milderen Temperaturen das Übers-Wasser-Gleiten genießen. Bei Sonnenaufgang machten sich heute morgen etwa 50 Hamburger Boote durch den dichten Nebel auf den Weg zur ersten anstehenden Belastung und somit meinem sportlichen Start ins Jahr 2012.
Zwei Mal sechs Kilometer standen auf dem Trainingsplan. Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten kamen aber alle an der Startlinie an, und bei spiegelglattem Wasser machten die Strecken sogar richtig Spaß.
Erschöpft, aber mit mir zufrieden erreichte ich die Ziellinie, und nachdem mir ein letztes Mal zur Laktatabnahme ins Ohr gepiekst wurde, durften wir den freien Nachmittag in der nahe gelegenen Kleinstadt Bayonne genießen.

Mia Meyer (17) geht in die zwölfte Klasse des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und ist Leistungssportlerin im Ruderclub Süderelbe. Was sie in ihrer Sportlerkarriere und auf dem Weg zum Abitur in diesem Jahr alles erlebt, steht in ihrer Kolumne im Wochenblatt zum Wochenende.
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