Goethe-Schule Harburg: Neubau kommt

So soll das neue Hauptgebäude der Goethe-Schule aussehen. Grafik: pfp architekten

Stadt stellt 22 Millionen Euro bereit –
Baubeginn: Frühjahr 2017 – noch viele Details unklar

Von Andreas Göhring.
Mit knapp 1.700 Schülern ist sie eine der größten Schulen Hamburgs. Und nun stellt die Stadt 22 Millionen Euro zur Verfügung, um die Goethe-Schule an der Eißendorfer Straße fit für die Zukunft zu machen. Geplant sind unter anderem ein neues repräsentatives Hauptgebäude mit Mensa, Aula und Sporthalle, dazu ein weiterer kompletter Neubau an der Kerschensteinerstraße, in dem vor allem Räume für Naturwissenschaften untergebracht werden. Vor dem Baubeginn im kommenden Frühjahr ist allerdings noch einiges zu klären.
Architekt Detlef Junkers vom Büro „pfp architekten“ hat die aktuellen Pläne für Umbau- und Neubau im Stadtplanungsausschuss vorgestellt. Dabei wurde klar: Es wird Kompromisse geben. So soll die Aula gleichzeitig als Mensa genutzt werden.
Ob das in einer Schule, die sich einen Ruf als Kulturschule erworben hat und unter anderem mit dem Chor Gospel Train glänzt, immer ganz reibungslos abläuft, ist fraglich. Zudem soll genau über der Aula die Sporthalle ihren Platz finden.
Man stelle sich vor: Unten kommt das Orchester gerade an eine sensible Stelle, in der die Zuhörer den Atem anhalten, um nichts zu verpassen, und oben tobt ein Basketball-Spiel.
Junkers schlägt vor, die Termine „zu entzerren“. Außerdem wolle er bei der Planung „das Maximum an Akustik“ herausholen. Harburgs Baudezernent Jörg Penner sieht es gelassen. Er habe gute Erfahrungen mit dem Landesbetriebs Gebäudemanagement Hamburg gemacht: „Die kriegen das hin.“
Doch das ist noch nicht alles. CDU-Chef Ralf-Dieter Fischer hat als Vorsitzender des Harburger Kulturausschusses leidige Erfahrungen mit Räumen gemacht, die von Kulturschaffenden genutzt werden – zum Beispiel beim BGZ Neugraben.
Da habe sich herausgestellt, dass die neue Bühne für Theateraufführungen kaum zu nutzen sei. Deshalb wollte Fischer wissen, ob es für die Aula in der Goethe-Schule ausreichend Nebenräume gebe, in denen sich Schauspieler und Musiker vorbereiten können oder in denen Kulissen abgestellt werden können.
„Nein, die wird es nicht geben“, sagte Junkers. Das enge, von der Behörde vorgegebene Planung lasse das nicht zu.
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