Frank Heine steht immer „unter Strom“

Manchmal macht der Ball auch bei Frank Heine selbst bei größter Anspannung das, was er will. Foto: düse

Seine Mission: Mit dem HSC den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga schaffen

Von Waldemar Düse.
Beinahe ein Drittel der Fußball-Saison ist mittlerweile schon wieder absolviert, Hoffnungen haben sich vieler Orten nicht oder noch nicht erfüllt. Bei vielen Südklubs stehen die Verantwortlichen deshalb schon wieder mächtig unter Strom, Kurzschlüsse eingeschlossen.
Einer, der bekanntermaßen sofort „anspringt“, wenn das Gespräch auf das runde Kunstleder kommt, ist Frank Heine. Der 45-Jährige hat zu Saisonbeginn das Himmelfahrtskommando übernommen, seine „alte Trainerliebe“ HSC in der Bezirksliga zu halten. Und wer das Glück hatte, ihn zu Saisonbeginn sogar noch aktiv zu erleben, bekam allerbesten Anschauungsunterricht darin, was es heißt, unter Strom zu stehen. Positiv unter Strom zu stehen. Bei Heine führt das offensichtlich nicht dazu, dabei den Kopf zu verlieren.
Beispiel gefällig? Sein jüngster Coup: Er überredete „Altmeister“ Andreas Mischke, selbst schon in etwas fortgeschrittenem Fußballalter, die Buffer noch einmal für die Rettung der Liga zu schnüren. Mischke schnürte nicht nur, sondern traf in Buxtehude auch noch zweimal und sicherte dem Tabellenvorletzten ein 2:2 in Buxtehude.
Beim Schlusslicht Grün-Weiss hat nach der Trennung von Sven Siebert mit dem vorherigen Co-Trainer Rainer Ketelhut ein früheres FSV-Urgestein bis auf Weiteres die sportliche Verantwortung an der Seitenlinie übernommen. Einer der Ruhigsten seines Fachs überhaupt, einer, bei dem es eher nach innen knis-tert.
Ganz im Gegensatz zu einem Kollegen aus der Kreisliga 1. Eine Viertelstunde vor Schluss der Partie gegen den FC Neuenfelde hatte Christian Tiedemann, Trainer des Kreisliga-Aufsteigers FC Dynamo, seinen großen Auftritt. Wie ein Rumpelstilzchen rannte er an der Seitenlinie gebückt mit dem Kopf nach unten auf den noch recht jungen Linienrichter zu. „So läufst du hier hin und her, mach mal deine Augen auf und kuck aufs Spielfeld, wenn du winkst.“
Bei der nächsten Entscheidung, die nicht seinen ungeteilten Beifall fand, war Tiedemann dann gar nicht mehr zu bändigen. Er rannte auf den Platz, brüllte den erstaunlich ruhigen Spielleiter an und war nur mit vereinten Kräften von schwerwiegenderen Kurzschlusshandlungen abzubringen. Nachdem er hinter die Lehngitter ge-schickt worden war, hallte sein Gebrüll noch lange nach Spielschluss über die Veddel.
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