Doppelgold für Fischbek

Finkenwerders Melvin Ulas (r.) wehrte sich nach Kräften, musste sich den weitaus erfahreneren Johannes Englert am Ende aber geschlagen geben. Foto: rp

Boxen: Bei den Hamburger Jugendmeisterschaften holten Vladislav Kiselev und Yunus Öztürk jeweils einen Titel

Von Rainer Ponik.
Gleich vier junge Faustkämpfer aus Harburg standen bei den diesjährigen Finalkämpfen der Hamburger Boxmeisterschaften der Jugend im Ring. Zwei von ihnen kehrten am Ende sogar mit dem Titel nach Harburg zurück.
Finkenwerders Tolga Ekinci war der erste Süd-Boxer, der seine Meisterschaftschance nutzen wollte. Doch mit der unorthodoxen Kampfweise von Finalgegner Oruc Özer kam zwölfjährige Schüler nicht so gut zurecht, so dass er den Kampf am Ende mit 8:13-Punkten verlor.
Auch Melvin Ulas (ebenfalls TuS Finkenwerder) konnte seinen Finalkampf nicht gewinnen. In der Kadetten-Gewichtsklasse bis 38 kg war er dem technisch starken Buxtehuder Johannes Englert so deutlich unterlegen, dass der Ringrichter bereits in der ersten Runde ein Einsehen hatte.
Gleich im Anschluss sah es im 44 kg-Fight auch für Fischbeks Vladislav Kiselev anfangs nicht gut aus. Gegner Tyron Duncan-Williams (BC Agon), der den TVF-Kämpfer mit seiner offensiven, stets vorwärts ausgerichteten Kampfweise unter Druck setzte, konnte in der ersten Runde die Mehrzahl an Treffern setzen.
„Lass ihn kommen und kontere ihn aus!“, riet TVF-Coach seinem um einen Kopf kleineren Schützling. Vladislav gehorchte und holte den Rückstand prompt auf. In der letzten Runde war es am Ende nur ein einziger Treffer, der über Sieg und Niederlage entschied. Ein bisschen Glück gehörte also auch dazu, dass der 14-jährige Fischbeker am Ende mit 15:14 knapp die Nase vorn hatte.
Kilelevs Vereinskamerad Yunus Öztürk sicherte dem TV Fischbek wenig später den zweiten Titel. Im inoffiziellen Hauptkampf der Meisterschaften besiegte er Grisho Shmavonyan (BC Agon) nach Punkten. Am Ende war es – neben konditionellen Vorteilen – wohl die gute Doppeldeckung, die den Ausschlag für den Erfolg des Fischbekers gab. Klar, dass am Ende nicht nur Trainer Mark Haupt mit dem Abschneiden seiner Kämpfer mehr als zufrieden war.
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