Aufholjagd und unerwarteter Sieg

Torschütze Dennis Sievert (r.) zählte im Spiel gegen den KHTC Mülheim zu den besten Heimfelder Spielern. Foto: ponik

Heimfelder Hockeyherren verkaufen sich teuer – Sieg gegen Hannover 78

Von Rainer Ponik.
Die 200 Fans, die sich die Bundesligapartie zwischen den Hockeyherren von Zweitligaaufsteiger TG Heimfeld und dem Kahlenberger HTC am vergangenen Sonnabend „live“ angesehen haben, wurden für ihr Kommen mit einem echten „Hockey-Krimi“ belohnt.
Die TGH begann druckvoll und selbstbewusst und ging nach einem Treffer von Max Bonz verdientermaßen mit 1:0 in Führung. Nach dem überraschenden Ausgleich geriet das Angriffsspiel der Gastgeber dann aber schnell ins Stocken. Viele unnötige Fehler im Aufbauspiel brachten die Gäste aus Mülheim immer wieder in Besitz der Kugel, die alsbald prompt ein zweites Mal im Tor der Heimfelder landete.
Fouls und Meckereien sorgten dafür, dass die TGH gleich dreimal in Unterzahl agieren musste und bis zum Seitenwechsel nicht mehr in die Spur fand.
Nachdem der KTHC seine Chancen nach dem Wechsel zunächst besser zu nutzen wusste, geriet die Mannschaft von Spielertrainer Alexander Otte sogar mit 1:4 in Rückstand. Die Hausherren dachten trotzdem nicht ans Aufgeben und wurden schnell belohnt. Nachdem Dennis Sievert die Kugel nach einem Hechtsprung à la Boris Becker mit dem Schläger ins Tor bugsierte und Alex Otte kurze Zeit später nach einer Ecke nachlegte, war die Partie wieder offen. Als Lennart Gehl sechs Minuten danach eine weitere Ecke nutzte, um zum 4:4 auszugleichen, brachen auf und neben dem Spielfeld alle Dämme. Fast hätte es in letzter Minute sogar zum Sieg gereicht, doch den hatte sich die TGH für den nächsten Tag aufgespart.
Ausgerechnet das Team von Vorjahresvizemeister Hannover 78, das sich zuletzt sehr stark präsentiert hatte, geriet am Waldschlösschen mit 1:4 unter die Räder. Tim Hirt, Philipp Roloff und Max Bonz schossen die Gastgeber binnen 20 Minuten mit 3:0 in Front, Hannover konnte vor der Pause nur noch verkürzen.
Nach dem Wechsel warfen die Gäste alles nach vorn, doch die Heimfelder Deckung hielt dem Sturmlauf der Niedersachsen stand. Als Dennis Stiller vier Minuten vor Schluss das 4:1 erzielte, war die Überraschung endgültig perfekt. „Natürlich haben wir heute auch etwas Glück gehabt, doch das haben sich die Jungs mit ihrem beherzten Auftreten auch verdient“, lobte Teammanager Christian Bunz die Mannschaft. Die steht am kommenden Wochenende bei den Spielen gegen die Spitzenteams aus Köln und Neuss vor schwierigen Aufgaben.
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