Aleyna Gencer (HTB) wurde Deutsche Karate-Meisterin

Die zwölfjährige Aleyna Gencer aus Harburg ist frisch gebackene Deutsche Karatemeisterin. Foto: sl
Nett bin ich morgen!“ klebt als großes Poster an der Tür zu Aleyna Gencers Zimmer. Dass dieser Spruch zu der zierlichen Zwölfjährigen passt, haben auch ihre Gegnerinnen bei der Deutschen Karatemeisterschaft in Lübeck zu spüren bekommen. Aleyna hat in der Kategorie Mädchen bis 35 Kilo souverän gewonnen und konnte dafür den Pokal als Deutsche Meisterin nach Hause tragen.
Eigentlich wollte Aleyna vor zweieinhalb Jahren lieber mit Gymnastik anfangen. Mehr durch Zufall landete sie in der Karateabteilung des HTB. „Meine Cousine und meine Schwester machen auch Karate und da wollte ich das auch mal ausprobieren“, erzählt sie. Nach einer Stunde Training war nicht nur klar, dass sie Talent, sondern auch Riesenspaß an dieser Sportart hat. „Ich habe zwar dauernd blaue Flecke, aber es macht wahnsinnigen Spaß“, strahlt sie. „Und ich liebe es, mit meinen Freundinnen bei Wettkämpfen zuzuschauen.“
Richtig zornig kann Aleyna Gencer allerdings werden, wenn eine ihrer Gegenerinnen versucht, zu tricksen. „Manche Mädchen sind fies. Die tun dann so, als hätte ich sie berührt und fangen an zu heulen. Wenn ich dann dafür eine Verwarnung oder Strafpunkte bekomme, dann ist das total ungerecht.“ Solche faulen Tricks hat Aleyna bisher noch nie angewandt. Aber es hilft ihr, in solchen Fällen erst recht Energien zu mobilisieren.
Dreimal in der Woche trainiert Aleyna jeweils zwei Stunden beim HTB. In ihrer Freizeit liebt es die Schülerin des Friedrich-Ebert-Gymnasiums, mit ihren Freundinnen im Phoenix-Center bummeln zu gehen oder sich selber Musikinstrumente beizubringen. Mit Keyboard, Flöte und Gitarre klappt das schon ganz gut. Dementsprechend ist Musik in der Schule auch ihr Lieblingsfach.
Nach dem Abitur würde sie gern Medizin studieren. „Am liebsten würde ich Kinderärztin werden“, sagt sie. „Ich helfe gern. Aber eigentlich kann ich nicht so gut Blut sehen.“ Doch vor diesem Ziel steht erst mal ihr allergrößter Traum: „Ich möchte auch gern Weltmeisterin werden. Ich glaube, das ist ein gutes Gefühl“, sagt sie. Dafür muss sie allerdings noch ein paar Jahre trainieren. Zur WM wird man erst ab 14 Jahren zugelassen.
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