Zwei neue Wohnunterkünfte für Flüchtlinge

Erste Skizzen für die Unterkunft am Sinstorfer Kirchweg. grafik: basfi

In Marmstorf und Sinstorf sollen insgesamt bis zu
1.000 Menschen untergebracht werden

Von Andreas Göhring.
Nun also doch: Im Marmstorf und Sinstorf werden Unterkünfte für rund 1.000 Flüchtlinge eingerichtet. Aller Voraussicht nach sollen sie auch schon im Laufe des Jahres bezogen werden. Die Standorte: die Freifläche zwischen Leuchtkäferweg und Immanuel-Kant-Gymnasium sowie das ehemalige Brückenlager des Landesbetriebs Straßen, Brücken, Gewässer zwischen Sinstorfer Kirchweg und Autobahn-Rasthof.

Erst ballten sich Flüchtlingsunterkünfte im Harburger Zentrum, dann schreckten die Nachrichten über geplante Massencamps für mehr als 3.000 Flüchtlinge die Menschen im Süderelberaum auf. In anderen Stadtteilen blieb es dagegen ruhig, obwohl Senatsvertreter immer wieder betonten, alle Hamburger Stadtteile müssten Flüchtlinge aufnehmen.

Bezirk darf nichts
entscheiden

Zumindest Sinstorf ist dieser Pflicht schon nachgekommen – seit Jahren. Am Sinstorfer Weg gibt es eine Unterkunft mit 26 Plätzen, an der Winsener Straße eine mit 271 Plätzen. Die Unterkunft an der Winsener Straße hatte für Proteste gesorgt. 80 aufgebrachte Sinstorfer stürmten im November 2000 die Sitzung der Bezirksversammlung, um ihren Protest gegen die neuen Nachbarn kund zu tun. Der damalige CDU-Fraktionschef Thomas Schneider griff die Sorgen der Bürger auf: „Es widerspricht jedem Ansatz von Integration, wenn eine so große Personengruppe geballt untergebracht werden soll.“
Heute wird mit ganz anderen Zahlen operiert. Am Sinstorfer Kirchweg sollen 300 bis 400 Flüchtlinge untergebracht werden, am Leuchtkäferweg 400 bis 500. Das sind erste Planungen. Staatsrat Jan Pörksen hat die Bezirksversammlung um Stellungnahmen gebeten. Allerdings: Wie immer darf der Bezirk nichts entscheiden, er kann nur hoffen, dass seine örtlichen Kenntnisse in die Planungen einfließen.

Öffentliche
Info-Veranstaltung

Um die Anwohner in Marmstorf und Sinstorf über die geplanten Wohnunterkünfte für Flüchtlinge zu unterrichten, findet eine öffentliche Informationsveranstaltung statt. Termin: Donnerstag, 21. Januar, 18 bis 20 Uhr, Aula des Immanuel-Kant-Gymnasiums, Am Pavillon 15. Teilnehmen werden Vertreter der Sozialbehörde, von fördern & wohnen sowie Bezirksamtsleiter Thomas Völsch.
Da die Plätze in der Aula begrenzt sind, wird bei Bedarf direkt im Anschluss eine weitere Veranstaltung von 20 bis 22 Uhr angeboten!
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5 Kommentare
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Yvette Klaus-Thiede aus Harburg | 15.01.2016 | 07:45  
6
Kirsten Voß aus Sinstorf | 30.01.2016 | 19:52  
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Yvette Klaus-Thiede aus Harburg | 30.01.2016 | 20:33  
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Kirsten Voß aus Sinstorf | 30.01.2016 | 21:34  
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Yvette Klaus-Thiede aus Harburg | 30.01.2016 | 23:33  
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