Zwei Hinterbänkler erzählen

Birte Gutzki-Heitmann und Frank Wiesner sitzen seit einem Jahr für die SPD in der Hamburgischen Bürgerschaft. Foto: sl

Die Harburger SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Birte Gutzki-Heitmann und
Frank Wiesner zogen nach einem Jahr Bilanz

Jahrelang saßen Birte Gutzki-Heitmann und Frank Wiesner für die SPD in der Harburger Bezirksversammlung. Seit einem Jahr sind sie Mitglieder der Hamburgischen Bürgerschaft. Beide erreichten bei der Wahl von Bürgermeister Olaf Scholz schlagartig Berühmtheit weit über Harburgs Grenzen hinaus.
Birte Gutzki-Heitmann ließ sich nur zwei Tage nach der Entbindung ihrer kleinen Tochter im Rollstuhl in den Plenarsaal schieben, um ihre Stimme abzugeben. Frank Wiesner saß in Afrika auf einem Flughafen fest, konnte an der Wahl nicht teilnehmen und muss sich seitdem den Spitznamen „Togo-Frank“ gefallen lassen. Jetzt luden die beiden Abgeordneten zu einem Info-Abend in ihre Büroräume in der Bremer Straße ein.
Wer glaubte, die politischen Aktivitäten der beiden würden genau so turbulent weiterlaufen, irrte. Frank Wiesner räumte ein, dass man als Harburger Bürgerschaftsabgeordneter „viel weniger Entscheidungsmöglichkeiten hat als in der Bezirksversammlung“. Man sitze als „einer unter vielen in zahlreichen Ausschüssen“, erklärte Wiesner den 15 Gästen. Und: „Da das Geld überall knapp ist, sind Entscheidungen für Harburg noch schwieriger als in der Bezirksversammlung.“
Spannend sei seine Arbeit im Untersuchungsausschuss der Elbphilharmonie. „Wir versuchen, herauszufinden, wie es zu dieser Kostenexplosion kommen konnte“, erzählt Frank Wiesner weiter. „Ich staune fast täglich, was hochbezahlte Menschen für Fehler machen oder übersehen können.“
Was Birte Gutzki-Heitmann in der Bürgerschaft macht, wurde nicht wirklich klar. Sie sei in den Ausschüssen „Kultur und Medien“ sowie „öffentliche Unternehmen“. Zu Letzterem könne sie gar nichts sagen, weil die meisten Themen geheim seien. „Und Kultur ist in Hamburg ein schwieriges Thema“, sagte sie und verstummte...
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