Zuschütten hilft nicht - das Loch kommt immer wieder

In der Haakestraße hat der Gehweg ein Loch - seit Monaten. Foto: sl

Sonderbares Loch im Gehweg in der Haakestraße nervt Anwohner

Im Januar hatte Hans Wilhelm Lohmann im Gehweg in der Haakestraße, Ecke Feldnerstraße, ein Loch entdeckt und die Verwaltung informiert. Mehrere Reparaturversuche verliefen erfolglos. Das zugeschüttete Loch kam immer wieder. Seit Mitte Juni ist der Bereich abgesperrt. Jetzt scheint das Problem endlich erkannt zu sein.
„Anfang des Jahres bin ich mit meiner Frau hier spazieren gegangen“, erinnert sich Hans Wilhelm Lohmann. „Meine Frau benötigt Unterarmstützen beim Gehen. Mit einer dieser Stützen versank sie plötzlich in einem im Gehweg. Ein typisches Rattenloch.“ Hans Wilhelm Lohmann rief den Wegewart der Stadt an. Der kam auch sofort und verschloss das Loch. „Fünf bis sechsmal haben die Ratten das Loch wieder aufgegraben – jedes Mal habe ich den Wegewart angerufen. Inzwischen haben wir ein richtig freundschaftliches Verhältnis“, sagt der Rentner.
Nachdem das Wiederauffüllen die Ratten offenbar nicht gestört hat, schüttete der Stadtmitarbeiter schließlich Asphalt in das Loch. Eine Woche später war das Loch wieder da. Nach weiteren Telefonaten rückten Mitte Juni schließlich Stadtmitarbeiter mit schwerem Gerät an. Sie gruben das Areal rund um das Loch auf, zäunten das Ganze mit rot-weißen Warnbarken ein und gingen wieder. „Inzwischen ist der Erdaushub wieder bewachsen mit Unkraut, und die Ratten haben jetzt gar keine Mühe mehr“, berichtet Hans Wilhelm Lohmann ironisch. „Langsam mache ich mir allerdings Sorgen. Der Winter steht vor der Tür. Wir haben einen Schneeräumdienst, aber der kann mit der Maschine nicht an dem Loch vorbei.“
Das Harburger Bezirksamt teilt mit, dass nicht etwa Ratten dieses Loch gegraben haben, sondern eine undichte Wasserleitung verantwortlich sei. „Damit ist Hamburg Wasser für dieses Loch zuständig“, ärgert sich auch Beatrice Göhring, Pressesprecherin der Harburger Verwaltung. „Wir haben auch schon mehrfach nachgefragt, aber bisher ist nichts passiert“.
Das bestätigt auch Isabelle Lork von Hamburg Wasser. „Wir wissen von dem Loch, aber bisher gab es immer Baustellen, die größere Priorität hatten“, sagt sie. „Aber die Mitarbeiter haben mir zugesagt, dass spätestens Mitte November das Loch wieder geschlossen sein soll.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.