Zukunftsmusik: eine neue Brücke über die Süderelbe

Direkt neben der Kattwykbrücke wird die neue Brücke über die Süderelbe entstehen. „Sie soll die Silhouette Hamburgs weithin sichtbar bereichern“, lautete das Fazit der Fachjury. Grafik: sbp-WTM, D+W

Dänisch-deutsches Planungsbüro gewinnt Wettbewerb um die neue Elbquerung –
Baukosten nach heutigem Stand: 175 Millionen Euro - Baubeginn: völlig unklar

Neben der Kattwykbrücke wird eine Autobahnbrücke über die Süderelbe entstehen. Der 535 Meter lange Koloss, der knapp höher als die benachbarte Köhlbrandbrücke ist, gehört zur A26, die eine Verbindung zwischen A7 (Moorburg) und A1 (Stillhorn) schaffen soll. Der Bau der von einer Ingenieursgemeinschaft aus Hamburg, Stuttgart und Kopenhagen ent-
wickelten Brücke würde nach heutigem Stand rund 175 Millionen Euro kosten. Bevor Bauarbeiten starten, werden noch einige Jahre vergehen.
Erst einmal muss die A26, die in Niedersachsen schon teilweise fertig gestellt ist, auf Hamburger Gebiet in Höhe Moorburg an die A7 angeschlossen werden. Dies wird nicht vor 2019 sein. Danach soll die A26 dann südlich um Moorburg herum und über die neue Brücke durch Wilhelmsburg bis zur A1 nach Stillhorn führen. Die Querverbindung soll den Hamburger Süden und den Hafen vor dem Verkehrsinfarkt bewahren.
Noch gibt es keine verbindlichen Pläne, auch wenn die Trasse unter dem Namen „Südliche Hafenquerspange“ in der Vergangenheit bereits diskutiert wurde. Klar ist: Planfeststellungsverfahren ziehen sich über Jahre hin. Außerdem drohen in Wilhelmsburg Proteste und Klagen. „Die geplante Linienführung bringt große Lärm- und Naturschutzprobleme mit sich“, befürchtet der Harburger Bürgerschaftsabgeordnete Kurt Duwe (FDP). Sein Fazit: „Viel wichtiger als Visionen für 2040 (oder später) ist die drängende Instandsetzung und Ergänzung der benachbarten Kattwykbrücke.“


Zwölf europäische Planungsbüros hatten ihre Vorschläge ins Rennen um den besten Entwurf für die neue Elbquerung in Moorburg geschickt. Den mit 40.000 Euro dotierten ersten Platz erreichte der Entwurf der Ingenieurgemeinschaft der Firmen schlaich bergermann und partner (sbp) aus Stuttgart, WTM Engineers aus Hamburg und Dissing + Weitling architecture aus Kopenhagen. „Der Entwurf nimmt Bezug auf die Köhlbrandbrücke, ohne deren Geometrie zu duplizieren“, lobte die Jury. Der erste Preis ist mit 40.000 Euro dotiert. Die Hochbrücke wird rund 535 Meter lang, die beiden Pylone werden rund 140 Meter hoch sein. Als Baustoffe dominieren die recyclebaren Materialen Stahl und Beton.
Die erste öffentliche Präsentation des siegreichen Entwurfs findet vom 2. bis 27. Juli im Foyer des Harburger Elbcampus, Zum Handwerkszentrum 1, statt. oz
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Stefan Ecks aus Neugraben | 21.05.2013 | 17:23  
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