Zu laut für den Stadtpark

Laute Musik - und das an zwei Abenden hintereinander: Über diese Beschallung hatten sich Anwohner beschwert. Foto: pr

Nichtkommerzielles Festival „Keine Knete - trotzdem Fete“ soll auch in diesem Jahr stattfinden - aber wo?

Das wäre geschafft. Die Organisatoren des Festivals „Keine Knete - trotzdem Fete“ haben ihre Veranstaltung wieder in die Schlagzeilen gehievt. Wie im Vorjahr wurde beantragt, das nichtkommerzielle Spektakel zwei Tage lang auf der Freilichtbühne im Stadtpark durchzuführen. Wie im Vorjahr wurde dies von der Verwaltung abgeschmettert. Und wie im Vorjahr war das Medienecho gewaltig.
Im Kern wird darum gestritten, wie die Freilichtbühne im Stadtpark genutzt werden darf. Jahrelang wurde das in Harburg etablierte Festival dort ausgetragen, stets gab es deswegen Ärger mit Anwohnern. Neue Regeln waren nötig - und wurden im Oktober 2010 von Politik und Verwaltung auch festgelegt. „Möglich sind mehrtägige Veranstaltungen, sofern nicht an mehreren Tagen hintereinander laute, elektronisch verstärkte Musik gespielt wird“, beschreibt Bezirksamtssprecherin Petra Schulz.
Trotzdem beantragten die Festival-Organisatoren im Februar 2013 eine zweitägige Veranstaltung (mit elektronisch verstärkter Musik) mit zwölf Auf- und Abbautagen. Ergebnis: Der Antrag wurde abgelehnt. „Die Veranstalter sind nicht bereit, auf die Wünsche der Kommunalpolitiker, die auch die Anwohner vertreten, einzugehen. Musik empfinden manche als Lärm. Die Freiluftbühne ist nicht unter einer Käseglocke“, kommentierte Bezirksamtsleiter Thomas Völsch. Eine Alternativfläche wurde von der Verwaltung nicht angeboten.
Warum darf nicht auf dem Schwarzenberg gefeiert werden? Schließlich planen TUHH und Schützengilde dort ein viertägiges Fest. „Dabei handelt es sich nicht um ein Fest, bei dem ausschließlich laute, elektronisch verstärkte Musik gespielt wird“, erklärt die Bezirksamtssprecherin, „hier steht das ‘Brauchtum’ mit der ‘Schützenmusik’ im Vordergrund. Und bei der beantragten Disco-Veranstaltung der TUHH handelt es sich um eine eintägige Veranstaltung.“
Wie geht’s jetzt weiter? „Auch wenn wir die Freilichtbühne wieder nicht wie gewünscht nutzen können - unser Fest führen wir auch dieses Jahr in Harburg durch. Für Gespräche und einen konstruktiven Dialog sind wir bereit und offen“, sagt Festival-Sprecher Julius Detlefsen.
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5 Kommentare
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Manfred Hagel aus Harburg | 21.03.2013 | 22:19  
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Mirko Haas aus Harburg | 26.03.2013 | 12:27  
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Manfred Hagel aus Harburg | 26.03.2013 | 21:24  
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Mirko Haas aus Harburg | 27.03.2013 | 13:49  
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Manfred Hagel aus Harburg | 27.03.2013 | 19:30  
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