Zerbombte Häuser und Kindersoldaten

Waren sie stolz darauf für ihr Vaterland zu kämpfen oder hatten sie Angst ihr Leben zu verlieren? Vereidigung der „Kindersoldaten“ an der Sandhütte in Harburg. Foto: pr

Die Geschichtswerkstatt Harburg lädt am 20. November zum
Zeitzeugengespräch in den Rieckhof

Die Ausstellung „Vor 70 Jahren wurde Harburg zerstört“, die die Geschichtswerkstatt Harburg kürzlich im Rathaus zeigte, stieß bei bei vielen Menschen aus dem Stadtteil auf großes Interesse. Dabei stellte sich heraus, dass viele Zeitzeugen das Bedürfnis haben, ihre eigenen Erinnerungen an die furchtbaren Jahre des Zweiten Weltkrieges zu erzählen. Darum lädt die Geschichtswerkstatt am Donnerstag, 20. November, um 19 Uhr zu einem „Zeitzeugengespräch“ in den Rieckhof, Rieckhoffstraße 12. Der Eintritt ist frei.
Es kommen Menschen zu Wort, die während der Bombenangriffe die Zerstörung ihrer Wohnhäuser erleben mussten, oder solche, die im Schutz der engen, stickigen Bunker oder Luftschutzkeller ihr Leben retten konnten. Thematisiert werden aber auch die Erinnerungen von Mädchen und Jungen, die von ihren Eltern zum Schutz vor den Grauen des Krieges, in die Bahn gesetzt wurden zu den sogenannten „Kinderlandverschickungen“. Außerdem berichten Senioren, die damals im Kinder- oder Teenageralter waren, wie sie in den letzten hoffnungslosen Kriegsmonaten noch eingezogen wurden und ihren Wehrdienst als „Soldaten“ auf der Süderelbbrücke und am Ehestorfer Weg ableisten muss-ten. „Zwei solcher Luftwaffenhelfer sind anwesend und schildern ihre ergreifenden Erlebnisse“, kündigt Klaus Barnick von der Geschichtswerkstatt an. Die eingeladenen Zeitzeugen sind heute zwischen 75 und 86 Jahre alt. Einer reist extra für die Veranstaltung aus Leverkusen an.
„Eingeladen zum Zeitzeugengespräch sind auch junge Leute, die eine Erklärung suchen für die Gewalt, die uns weltweit immer wieder begegnet - und damals wie heute Tod, Zerstörung und Flüchtlingselend erzeugt“, so Klaus Barnick.
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