Wohnen in Harburg: Vorurteile ändern sich nur langsam

Der Funktionsplan für das Neubaugebiet Elfenwiese. Über Details wird noch gestritten. Grafik: Bezirksamt

Wohnungsbaukonferenz im Elbcampus: Höhere Nachfrage aus dem Bereich nördlich der Elbe angestrebt

Von Andreas Göhring.
Südlich der Elbe wohnt man nicht. „Drüben in Hamburg“ gibt es immer noch jede Menge Vorbehalte gegenüber dem Bezirk Harburg. Die Ursachen sind nur schwer greifbar. Es mag sein, dass die Vorurteile in der Sozialstruktur und dem äußeren Erscheinungsbild in einigen Bereichen begründet sind, oft ist es einfach mangelnde Kenntnis der Region. Ganz langsam ist aber ein Wandel zu beobachten. Das war auch ein Thema bei der jüngsten Wohnungsbaukonferenz im Elbcampus.
„Die Technische Universität wirkt sich auf jeden Fall positiv auf ihr Umfeld aus“, sagt Harburgs Baudezernent Jörg Penner. Ein positives Image gepaart mit einem attraktiven Wohnungsangebot, aber auch einem lockenden Umfeld und vor allem einer guten Infrastruktur wie Schulen, Kitas, Einkaufsmöglichkeiten und eine gute Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr könnten eine höhere Nachfrage auch aus dem Bereich nördlich der Elbe auslösen.
Der IBA Hamburg GmbH ist das im Neubaugebiet Vogelkamp schon gelungen. Knapp die Hälfte der Käufer von Grundstücken in den nächsten Bauabschnitten kommt schon aus dem Norden Hamburgs, berichtet IBA-Chefin Karen Pein. Da haben nicht nur die vorbildliche Infrastruktur mit dem Stadtteilzentrum BGZ und die Nähe zur S-Bahn gewirkt. Pein: „Wir vermarkten das Quartier auch gezielt als naturnahes Wohnen.“

Idyllisches Baugebiet
In der Schlucht

Im Harburger Kerngebiet müsste man so ein Qualitätsmerkmal schon mit der Lupe suchen, möglich ist es durchaus: Nach langem Dornröschenschlaf ist das Baugebiet „In der Schlucht“ am Rand des Göhlbachtals nun bald fertig – und bietet den Bewohnern eine idyllische Lage und trotzdem die Nähe zum Stadtzentrum.
Höchst attraktiv ist offenbar auch das neue Wohnquartier auf der Elfenwiese. Es liegt am Rand des Harburger Stadtparks, nicht weit vom Marmstorfer Dorfkern entfernt. Hier sollen demnächst 65 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau, aber auch als Einzel- oder Reihenhäuser entstehen. Noch diskutiert die Bezirksversammlung über die Aufteilung.
In den Sitzungen des Stadtplanungsausschusses, in denen die Elfenweise auf der Tagesordnung steht, herrscht immer großer Publikumsandrang. Das Interesse an diesem Neubaugebiet ist offenbar groß
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