Wochenmarkt vor dem Rathaus?

Im März 2010 hatten die Händler ihre Buden schon mal vor dem Rathaus aufgestellt. Foto: mag

Wegen der geplanten Sanierung der Marktfläche am Sand müssen die Marktbeschicker umziehen

Von Andreas Göhring.
Der Harburger Sand als Dauerbaustelle? Richtig zur Ruhe kommen Kunden und Händler nicht, seit das Bezirksamt am Wochenmarkt herumbastelt. Ab Mitte 2017 soll die Fläche nun von Grund auf saniert und mit neuem, einheitlichem Pflaster versehen werden. Das könnte bis zu zehn Monate dauern. Bisher ist allerdings noch nicht entschieden, ob die Händler dann wie schon im März 2010 ihre Stände vor dem Harburger Rathaus aufbauen.
„Das glaube ich jetzt nicht“, sagt Anne Rehberg, Organisatorin und „Seele“ des beliebten Weihnachtsmarkts vor dem Rathaus. „Wenn der Markt tatsächlich zehn Monate vor dem Rathaus aufgebaut wird: Wo sollen wir dann hin?“ Mit ihr habe jedenfalls noch keiner gesprochen.
Mit seiner Anfrage an das Bezirksamt hat SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath jedenfalls für Aufregung gesorgt. Er wollte endlich wissen, was genau geplant ist. Klar war nur, dass die Fläche des Wochenmarkts nun endlich aufgepeppt werden soll. Geplant ist das schon lange. Eine Anfrage des FDP-Bezirksabgeordneten Carsten Schuster hatte vor kurzem ergeben, dass seit 2010 mehr als 90.000 Euro nur für Vermessungen, Gutachten und Planungen ausgegeben worden sind. Mit dem „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung“ (RISE) ist jetzt auch die Finanzierung der Sanierung gesichert.
Was ist geplant? Den Gutachtern war aufgefallen, dass der gesamte Bereich einen unglaublichen „Materialmix“ aufweist – hier Kopfsteinpflaster und Beton, dort Asphalt oder einfach Flickwerk. Nun soll ein einheitliches Pflaster auch der kleinen Zufahrtsstraße zur Tiefgarage samt dem Wendehammer für ein attraktiveres Äußeres sorgen, dazu kommen noch versenkbare Elektrostationen mit Starkstrom-anschlüssen. Das hatten sich die Markthändler gewünscht.
Und was kostet das Ganze? Laut Auskunft des Bezirksamts wurden für alles – samt Planung, Material, Umsetzung und Öffentlichkeitsarbeit – gut 2,1 Millionen Euro veranschlagt. „Wir erwarten, dass alle Betroffenen möglichst bald informiert werden“, sagt Jürgen Heimath. Und: Soll der Rathausplatz wirklich für zehn Monate für alle anderen Veranstaltungen blockiert werden? Heimath: „Das geht gar nicht.“
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Petra Weinstein aus Harburg | 27.04.2016 | 20:08  
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