Wird die Wasmerstraßen-Brücke wieder aufgebaut?

Seit die Brücke fehlt, müssen die Kanzlershofer einen Umweg von mehr als einem Kilometer in Kauf nehmen. Foto: bb

Bezirksversammlung soll für den Wiederaufbau der Wasmerstraßenbrücke stimmen

Von Bernhard Bruno.
Es besteht Hoffnung für den Wiederaufbau der Wasmerstraßenbrücke!
Garten- und Landschaftsarchitektin Barbara Runtsch vom Planungsbüro SST berichtete im Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz darüber, wie sie sich im Harburger Osten einen zu Fuß oder mit dem Rad erlebbaren, rund 100 Kilometer langen Ring rund um das Hamburger Zentrum vorstellt. Aber: An einer Stelle klafft in diesem Ring eine riesige Lücke. Runtsch: „Diese Lücke ist nur durch den Bau einer neuen Brücke über die Eisenbahn zwischen der Siedlung Kanzlershof und Rönneburg zu schließen.“
Die Mitglieder des Ausschusses wurden hellhörig. Seit der frühere Bausenator Eugen Wagner (SPD) sich 1999 weigerte, Geld für die Sanierung der maroden Wasmerstraßenbrücke auszugeben und sie kurzerhand abreißen ließ, gibt es Forderungen nach einem Wiederaufbau. Vor allem der SPD-Bezirksabgeordnete Torsten Fuß hat sich für die Brücke stark gemacht – wohl wissend, dass in Zeiten knapper Kassen so eine Forderung ziemlich aussichtslos ist.
Umso mehr muss sich Fuß geärgert haben, als GAL-Fraktionschef Ronald Preuß in der Bezirksversammlung Ende Februar einen Antrag zum Wiederaufbau der Brücke stellte.
Doch Preuß hatte Rückendeckung:In einem Bericht des Fachamts für Landschaftsplanung aus dem Jahr 2001 heißt es: „Es ist dringend notwendig, dieses wichtige Verbindungsstück im Sinne des Freiraumverbundes als Fuß- und Radwegbrücke wiederherzustellen, was im Rahmen der haushaltstechnischen Möglichkeiten des Bezirks auch vorgesehen ist.“
Das hat die SPD jetzt auch eingesehen. Nach dem Bericht von Barbara Runtsch im Fachausschuss stimmte sie dafür, in der kommenden April-Sitzung der Bezirksversammlung dem Antrag zuzustimmen, die Brücke wiederaufzubauen.
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