Wird das Harburg Center jetzt verkauft?

Auf dem Wunschzettel der Harburger: ein Abriss des Harburg Centers. Foto: mag

Seit Jahren steht es leer - Es gibt Interessenten -
Neubau mit Läden und Wohnungen angedacht

Von Andreas Göhring.
Flüchtlinge ins Harburg Center? Die Grünen halten das für eine gute Idee und fordern deshalb eine Prüfung, ob die marode Immobilie mitten in Harburgs Zentrum überhaupt dafür geeignet wäre. Aber: Dieser Vorschlag hat keine Chance auf eine Mehrheit. Harburgs große Koalition aus SPD und CDU möchte keine weiteren Flüchtlingsunterkünfte ins Harburger Zentrum!
Und doch hat der Antrag der Grünen etwas bewirkt: Er hat den Blick wieder einmal auf die größte Baustelle in der Harburger Stadtentwicklung gerichtet. Seit mehr als einem Jahrzehnt verfällt das Harburg Center zusehend. Nur hinter den Kulissen gibt es immer mal wieder Bewegung.
Der angebliche Verkauf des Harburg Center im vergangenen Jahr hatte sich als Luftschloss erwiesen, wenig später war ein Verfahren zur Zwangsversteigerung eingeleitet worden. Doch Anfang September 2015 hat das Amtsgericht per einstweiligen Beschluss die Zwangsversteigerung vorläufig wieder gestoppt. Das haben die Finanzbehörde und auch Center-Eigentümer Hans-Dieter Lindberg bestätigt.
Wie geht es nun weiter? Für Lindberg ist das Harburg Center nur eine „stillgelegte Baustelle“. Seit das Bezirksamt vor knapp zehn Jahren einen Umbau gestoppt hat, haben die Juristen das Wort – ohne dass eine Einigung in Sicht ist. Lindberg befindet sich nach eigenen Angaben in aussichtsreichen Verhandlungen mit Mietinteressenten und er will „in Kürze“ Ergebnisse präsentieren.
Für die Öffentlichkeit ist das Harburg Center ein „Riesen-Schandfleck“. Beim Innenstadtdialog, bei dem die Harburger ihre Wünsche für die Entwicklung ihrer Stadt äußern konnten, kam der Abriss des Centers gleich hinter dem Erhalt des
Beachclubs am Veritaskai.
Wäre ein Abriss die beste Lösung? Die Lücke könnte ein Neubau mit Ladengeschäften im Erdgeschoss und mit attraktiven City-Wohnungen darüber schließen. Das weiß auch Lindberg, und deshalb könnte man die zögerliche Entwicklung auch als letzte Phase eines Pokers um den Verkaufspreis deuten. Interessenten gibt es nach Informationen des Elbe Wochenblatt mindestens zwei.
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1 Kommentar
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Petra Weinstein aus Harburg | 31.10.2015 | 21:17  
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