"Wir können jede Unterstützung gebrauchen"

DRK-Hospiz: Fragen an Dirka Grießhaber (DRK Harburg)

EW: Sie haben einen Freundeskreis für das Hospiz ins Leben gerufen. Was unterscheidet den Freundeskreis vom üblichen Förderverein?
Es gibt keinen großen Unterschied zu einem Förderverein. Freunde des Hospizes unterstützen unsere Einrichtung und fühlen sich mit dem Hospiz verbunden. Natürlich geht es einerseits darum, dass die Freunde mit ihrer Spende bei der Finanzierung der Hospizarbeit helfen. Aber die Freundschaft soll nicht nur einseitig sein. Wir werden regelmäßig informieren, zu Veranstaltungen und gemeinsamen Unternehmungen einladen.
Dafür brauchen wir keinen Verein zu gründen, der DRK-Kreisverband Harburg als Träger des Hospizes ist ja schon ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Der Freundeskreis ist eher als ein ideeller Verbund unter diesem Dach zu verstehen.

EW: Wofür werden die Spenden benutzt? Wer kontrolliert deren Verwendung?
Die Beiträge aus dem Freundeskreis sind ganz klar zweckgebunden und werden ausschließlich für die im Hospiz entstehenden Kosten verwendet. Für den Hospizbetrieb schreibt der Gesetzgeber vor, dass neben der Kostenübernahme durch die Kassen zehn Prozent aus eigenen Mitteln - sprich aus Spenden – aufzubringen sind. Diese Aufgabe bleibt, auch wenn die erste große Be-
geisterung für das „Neue“ in die Routine übergeht.
Bei den Kosten für den Hospizbetrieb sind wir an die Vorgaben der zuständigen Behörden und der Kassen gebunden. Spielraum haben wir höchstens darin, dass wir beispielsweise zusätzlich Aromatherapie anbieten, die wir aus Spenden bezuschussen. Die zweckgebundene Verwendung von Spenden wird bei uns streng kontrolliert und von den öffentlichen Organen geprüft.

EW: Wie viele „neue Freunde" wollen Sie für das Hospiz in diesem Jahr finden? Auf welche Spendensumme hoffen Sie?
Beim Freundeskreis geht es darum, die Einrichtung regelmäßig und vor allem auch längerfristig zu unterstützen. Ich denke, jeder, der einmal miterlebt hat, wie geborgen sich sterbenskranke Menschen und ihre Angehörigen in unserer Einrichtung fühlen, ist gerne dazu bereit. Wir hoffen natürlich, dass viele Menschen zum Freundeskreis gehören möchten. Wir können jede Unterstützung gebrauchen. Denn der Spendenbedarf für den Hospizbetrieb ist groß. Er liegt bei rund 250.000 Euro im Jahr – jedes Jahr.
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