„Wir haben eine Mission“

Unten: Karl Eklöf, Chef des Stadium-Konzerns, Stadium-Gründer Bo Eklöf und Deutschland-Chef Johan Sandren (v.l.) reis-ten gemeinsam zur Eröffnung des Stadium Stores im Phoenix-Center. Foto: sl

Interview mit Karl Eklöf,
dem Chef des größten skandinavischen Sporthauses Stadium

Von Sabine Langner. 1987 haben die Brüder Bo und Ulf Eklöf die Sporthauskette Stadium in Schweden gegründet. Bei der Eröffnung des neuen Stadium Stores im Phoenix-Center hatte das Elbe Wochenblatt die Gelegenheit, mit Karl Eklöf zu sprechen. Karl Eklöf ist der Sohn von Ulf und heutiger Konzernchef.

Warum haben die Eklöf-Brüder damals Stadium gegründet? Gab es keine Sportgeschäfte in Schweden?
Karl Eklöf: Mein Vater und mein Onkel waren beide be-geisterte Sportler. Skifahren, Tennis spielen, Squash spielen, laufen und Fußball gehörte für beide zum Alltag.
Klar gab es Geschäfte in Schweden. In einem solchen hat mein Vater auch gearbeitet.
Aber er wollte mehr, und so war es ein logischer Schritt, sich selbstständig zu machen.

Woher kommt eigentlich
der Name „Stadium“?

Ulf und Bo waren in Los Angeles 1984 bei den olympischen Spielen. Dieses Gefühl im Stadium dabei zu sein, wenn sich die ganze Welt mit Sport beschäftigt, war so überwältigend, dass daraus der Name für das Sporthaus wurde.
Ihr sagt, dass Stadium eine Mission hat: Jeder soll Sport machen und aktiv sein, und jeder soll es sich leisten können. Was macht ihr dafür?
Jedes Kind hat von Natur aus Spaß an der Bewegung. Es ist wichtig, diesen Spaß zu erhalten, damit die Kinder auch als Erwachsene sportlich und aktiv bleiben. Dafür haben wir in Schweden Sportcamps für Kinder gebaut. Hier können elf- bis 14-Jährige für wenig Geld eine Woche lang alle Sportarten ausprobieren, zu denen sie Lust haben. Inzwischen waren schon rund 14.000 Kinder bei uns. Das komplette Geld, das wir damit einnehmen, fließt zurück in das Camp.

Hier im Phoenix-Center ist gerade der dritte Stadium-Laden in Deutschland entstanden. In Skandinavien gibt es rund 150 Stadium Stores. Wollt Ihr jetzt nach Hamburg auch den Rest von Deutschland erobern?

Konkrete Pläne gibt es dafür momentan noch nicht. Hamburg ist vom Klima her ganz ähnlich, wie Stockholm. Aber der deutsche Markt ist ganz anders als der skandinavische. Wir können uns Stores in Berlin oder Hannover vorstellen. Aber erst mal wollen wir mit den drei Hamburger Läden lernen, wie Deutschland funktioniert.
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