Wieder mal kein Geld für den Rieckhof

Der Rieckhof sammelt Spenden.

SPD will 80.000 Euro aus dem Quartiersfonds für das Freibad Neugraben ausgeben

Rund 130.000 Euro stehen dem Bezirk Harburg in diesem Jahr aus dem neu eingerichteten Quartiersfonds zur Verfügung. Die SPD-Mehrheit hat klargestellt, wer mit diesem Geld unterstützt werden soll und wer nicht. Geld gibt’s für das Freibad Neugraben (80.000), für das Centermanagement des Bürgerzentrum Feuervogel (15.000) und des BGZ Neugraben (10.000) sowie für das Existenzgründungsprojekt des Vereins „Unternehmer ohne Grenzen“ (25.000). Leer aus geht wieder einmal das Jugend- und Kulturzentrum Rieckhof.
Hintergrund: Der Quartiersfonds ist zur Unterstützung von Bürgerhäusern, Stadtteilkulturzentren und Stadtteilbüros gedacht. Der Rieckhof passt in diese Kategorie. Aber gilt das auch für das Freibad Neugraben? „Wir sind zu der Auffassung gelangt, dass für das Freibad Mittel aus dem Quartiersfonds verwendet werden dürfen“, kommentierte SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath.
Der Rieckhof hatte einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 20.000 Euro beantragt. Warum wurde der abgelehnt? Heimath: „Laut Verwaltung ist die Finanzierung des Rieckhofs auskömmlich.“ Im Klartext: Der Rieckhof hatte einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan ohne Defizit vorgelegt. Kein Defizit – kein Zuschuss nötig – so argumentierten SPD und Verwaltung.
Das Problem: Nach geltendem Recht ist ein ausgeglichener Finanzierungsplan Grundvoraussetzung dafür, dass überhaupt Zuschüsse fließen dürfen. Hätte der Rieckhof, wie offenbar von der SPD gewünscht, einen Wirtschaftsplan mit „Haushaltslücke“ eingereicht, wäre ein Zuschuss nicht möglich gewesen...
In einem Gespräch mit Rieck-hof-Geschäftsführer Jörn Hansen will SPD-Fraktionschef Heimath jetzt eine Lösung für die finanziellen Nöte des Harburger Kulturzentrums finden: „Projektbezogenen Anträgen des Rieckhofs stehen wir positiv gegenüber.“ Dazu Jörn Hansen: „An solchen Anträgen werde ich ab sofort gemeinsam mit meinen Kollegen arbeiten.“


Hier sind sich SPD, CDU, Grüne, Linke und FDP einig: Für die folgenden Maßnahmen wird die Bezirksversammlung Geld bereitstellen:
Mehrsprachige Informations-CD für nichtdeutsche Eltern (4.029 Euro); Recherchearbeiten für Gedenktafel „Opfer des Faschismus“ im Harburger Rathaus (2.500 Euro); Unterstützung lokale Agenda 21 (15.000 Euro); Geschichtswerkstatt Harburg: Projekt Hafen in Arbeit (12.435 Euro); Naturschutzverband GÖP - Diskussion „Biospären-reservat Elblandschaft“ (1.800 Euro); Kulturwerkstatt Harburg - Bühnentechnik für den Kran (3.348 Euro).
 auf anderen WebseitenSenden
3 Kommentare
237
Manfred Hagel aus Harburg | 20.02.2013 | 22:31  
35
Mirko Haas aus Harburg | 21.02.2013 | 13:33  
237
Manfred Hagel aus Harburg | 21.02.2013 | 14:02  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.