Weusthoffstraße: Findlinge versperren „Stellplätze“

Unzulässig war das Parken auf dem Grandstreifen an der Weustoffstraße schon immer. Jetzt ist es auch unmöglich. Das Bezirksamt hat Findlinge aufstellen lassen. Foto: sl
Aufregung in der Heimfelder Weusthoffstraße. „Das Bezirksamt hat 50 Parkplätze vernichtet“, schimpfen Anwohner. „Stimmt nicht“, sagt Bezirksamtssprecherin Petra Schulz, „dort waren nie öffentliche Stellplätze.“
Worum geht’s? Viele Jahre lang haben Anwohner an der Weusthoffstraße ihre Autos auf dem schmalen Grandstreifen geparkt, der sich neben Geh- und Radweg befindet. „Seit 1963 ist das so“, erinnert sich Jürgen Wagenknecht, der in der Weusthoffstraße wohnt. Doch seit zwei Wochen stehen dort, wo sonst die Autos abgestellt wurden, große Findlinge. „Ein Schildbürgerstreich“, meint Anwohner Wagenknecht.
Was sagt die Harburger Verwaltung? „Dort, wo die Pkw geparkt haben, ist Parken nicht zulässig. Es gab Beschädigungen am Gehweg. Außerdem ist nach Einschätzung der Polizei die Sicherheit von Radfahrern und Schulkindern gefährdet“, erläutert die Bezirksamtssprecherin. „Deshalb haben wir die Findlinge aufstellen lassen.“
Warum wurde das Parken den so lange geduldet? Petra Schulz: „Es stimmt, das Parken an dieser Stelle ist nicht so extrem geahndet worden. Eine Zeitlang wurden auch Strafzettel verteilt. Im letzten Jahr haben wir die Anwohner darüber informiert, dass Parken dort nicht zulässig ist. Das hat aber nicht viel gebracht.“
Deswegen wurden jetzt die Findlinge aufgestellt. „Sozusagen als Übergangsmaßnahme“, so Petra Schulz, „denn auch wir sehen den Bedarf an Stellplätzen.“
Durch „Schräges Parken“ könnte die Parkplatznot gemildert werden. Petra Schulz: „Das können wir aber nicht selbst machen. Zuständig ist die Verkehrsbehörde.“ Dort hat der Bezirk bereits dringenden Handlungsbedarf angemeldet.
Ab wann das „Schräge Parken“ möglich sein wird, ist allerdings noch völlig unklar.
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