Wer darf in den Bundestag?

Zieht es die Harburger Bürgerschaftsabgeordnete Birgit Stöver nach Berlin? Foto: pr

Kandidatenkür im Wahlkreis Harburg/Wilhelmsburg/Bergedorf: SPD setzt auf Hakverdi – tritt bei der CDU Britt-Meike Fischer-Pinz an?

Von Andreas Göhring.
Es ist verdächtig ruhig in der Harburger SPD. In drei Tagen, am 12. November, soll der Wahlkreis-Kandidat für den Bundestag gekürt werden – und niemand würde auch nur einen Cent drauf setzen, dass Metin Hakverdi scheitern könnte. Vor vier Jahren musste er sich noch gegen den Harburger Platzhirsch und SPD-Kreisvorsitzenden Frank Richter sowie Altgenosse Ingo Egloff durchsetzen, um dann als Nachfolger des legendären Dauerabgeordneten und Ex-Bürgermeister Hans-Ulrich Klose den Wahlkampf zu überstehen.
Hakverdi glänzte aus dem Stand mit dem besten persönlichen Ergebnis in allen Hamburger Wahlkreisen und beeindruckt immer wieder durch seine Präsenz im Wahlkreis – egal ob auf Plakaten, auf Facebook oder bei dem regelmäßigen „Bericht aus Berlin“. Hakverdi zeigt sich seinen Wählern nicht nur alle vier Jahre. Wer will schon dagegen antreten?
Für Herlind Gundelach, die als Direktkandidatin gegen Hakverdi deutlich verlor, dann aber über die CDU-Landesliste in den Bundestag kam, ist die Situation fragiler. Um wieder einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste zu ergattern, fehlt ihr die volle Unterstützung aus dem Kreisverband Harburg.
Kommt es zum Duell
Fischer gegen Stöver?

Kreischef Ralf-Dieter Fischer hat es tunlichst vermieden, ein klares Votum für Gundelach abzugeben – nicht nur weil der von Fischer wenig geschätzte Ortsverband Harburg-Mitte sich so vehement für die Frau aus Wilhelmsburg einsetzt und für die Fahrt zur Kandidatenkür am 11. November im Tatenberger Fährhaus wieder einen Bus bestellt hat.
Für Fischer dürfte es noch einen anderen Grund geben, Herlind Gundelach eher links liegen zu lassen: Seine Tochter, die Bezirksabgeordnete Britt-Meike
Fischer-Pinz will zwar nicht als Direktkandidaten antreten, sich wohl aber um einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste bewerben. Das gilt im Übrigen auch für die Bürgerschaftsabgeordnete Birgit Stöver, Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Harburg-Mitte. Kommt es zum Duell
Fischer gegen Stöver?
Der dritte Harburger Bundestagsabgeordnete, Manuel Sarrazin von den Grünen, will es wider über die Landesliste versuchen. Hilfreich wäre dabei die volle Unterstützung aus dem Kreisverband – aber bei den Süd-Grünen werden zurzeit viele eigene Süppchen gekocht.
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