"Von wegen Null-Bock-Generation"

Der amtierende Präsident des Rotary-Clubs Hamburg-Harburg (li.) und sein Vorgänger Dietmar Streitberg (re.) freuen sich mit den Preisträgern des Jugendpreises: Luca Böttcher, Kristina Griebe und Laurence Klaus (v.l.i). Foto: sl
Von Sabine Langner.
Ich glaube, dass man mithelfen muss, damit das Leben schön ist. Eine Gesellschaft kann nicht funktionieren, wenn jeder nur konsumiert.“ Marion Böttcher stand mit offenem Mund neben ihrem Sohn Luca und staunte über dessen Worte. Der 18-Jährige, der gerade frisch sein Abi am Heisenberg-Gymnasium bestanden hat, ist der erste Preisträger des neuen Rotary-Jugendpreises. Gestiftet hat den mit insgesamt 1.300 Euro dotierten Preis der Rotary-Club Hamburg Harburg. Ausgezeichnet werden Jugendliche, die sich ehrenamtlich engagieren.
Luca hat den ersten Preis bekommen, weil er sich neben der Schule in der Kirchengemeinde St. Petrus um allerlei Projekte kümmert. Er schmiert Brote für die Konfirmanden, er ist bei Sommerfreizeiten und Gottesdiensten mit dabei, er kümmert sich um die Kleinen bei der Kinderbibelwoche, und er kocht auch schon mal für 30 Leute, wenn der eigentliche Koch krank wird. Warum? „Es macht mir Spaß“, sagte er schlicht.
Spaß hatten auch beiden anderen Preisträger, die mit jeweils 400 Euro beschenkt wurden. Kristina Griebe wurde von der Katholischen Kirchengemeinde vorgeschlagen, weil auch sie sich hier in der Kinder- und Jugendarbeit seit Jahren engagiert. Nebenbei macht die 17-jährige auch noch eine Ausbildung als Rettungsschwimmerin beim DLGR und will nach dem Abi ein Jahr lang in Afrika in einem Kinderheim arbeiten.
Der Dritte im Bunde ist Laurence Klaus. Der 14-Jährige trainiert bei der FSV Harburg die vierte F-Jugend im Fußball. Außerdem hat er eine Ausbildung zum Ersthelfer absolviert und wird ab August Schulsanitäter am Alexander von Humboldt-Gymnasium.
Rotary-Mitglied Dietmar Streitberg, der die Idee zu diesem Jugendpreis hatte, war angesichts so viel geballter Ehrenamt-Power sehr beeindruckt: „Von wegen Null-Bock-Generation. Wenn es solche jungen Leute gibt, mache ich mir keine Sorgen um die Zukunft.“
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Volker Krutzke aus Harburg am 19.06.2012 um 10:55 Uhr  
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