Vogteistraße/Jägerstraße: Kaum ein Tag ohne Unfall

Im Straßenzug Jägerstraße/Vogteistraße sind Unfälle an der Tagesordnung. Anwohner sprechen längst von der gefährlichsten Tempo 30-Zone Hamburgs. Foto: pr

Noch immer keine Verkehrsberuhigung - aber die Vorarbeiten laufen

Die Anwohner der Jägerstraße und Vogteistraße sind aufgebracht. Vor einem Jahr wurde beschlossen, ihren Straßenzug so umzubauen, dass er auch als Tempo 30-Zone zu erkennen ist. Bislang hat das allerdings nicht geklappt, dafür häufen sich weiterhin die Unfälle. Immerhin hat die Verwaltung Anfang Juni Pläne für eine Verkehrsberuhigung vorgestellt. „Seitdem wird die Straße vom Vermessungsbüro Heise unermüdlich vermessen“, heißt es in einer Mitteilung der Bürgerinitiative. „Genug vermessen, nun muss gebaggert werden!“, fordert der Bezirksabgeordnete Torsten Fuß (SPD).
Hintergrund: Im Oktober 2010 wurde in Meckelfeld eine marode Brücke über die Bahn saniert. Seitdem dürfen auch schwere Lkw diesen Weg nach Rönneburg und Wilstorf wieder nutzen. Die Blechlawinen in der Vogtei- und Jägerstraße zeigen: die Brummis - und viele Pkw-Fahrer auch - haben die Abkürzung entdeckt. Täglich quälen sich mehr als 7.000 Fahrzeuge durch diese Verbindung zwischen Meckelfeld und Harburg. Zur Freude der jetzt deutlich weniger geplagten Anwohner des Meckelfelder Wegs.
Nach Angaben der Polizei ist der Straßenzug auch ein Unfallschwerpunkt. In den vergangenen drei Jahren sind hier über 130 Verkehrsunfälle registriert worden. Die meisten Unfälle passierten, weil Autofahrer sich nicht um die Vorfahrtsregel „Rechts-vor-Links“ kümmern. Das Problem: Die Straßen vermitteln den Eindruck, als ob man sich auf einer Durchgangsstraße befindet. Das soll sich durch den Bau von „Nasen“ und Verkehrsinseln ändern.
Jetzt sind - in Abstimmung mit den Anwohnern - „provisorische Verkehrsberuhigungsmaßnahmen“ geplant. Im Klartext: Anwohner dürfen mitreden, wo in der Straße Schikanen eingebaut werden. Ein genauer Termin für ein Treffen mit der Bauverwaltung steht noch nicht fest.
Erst einmal wird das Ende der niedersächsischen Sommerferien abgewartet. „Dann soll der Verkehr gezählt werden“, sagt Bezirksamtssprecherin Beatrice Göhring, „das macht ja jetzt keinen Sinn.“
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2 Kommentare
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Christine Kraft aus Harburg | 10.08.2012 | 23:21  
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Ricardo Novolino aus Harburg | 10.11.2012 | 19:04  
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