Vogteistraße: SPD für Tempo-30-Zone

Mit ihrer Mehrheit möchte die SPD durchsetzen, dass die Jägerstraße auf eine Breite von 6,50 Meter zurückgebaut wird. Außerdem sollen Busbuchten abgebaut werden. Foto: pr

Wird der Verkehr nur in angrenzende Straßen verdrängt?

Punktsieg für die Anwohner-Initiative: Jägerstraße und die Vogteistraße sollen Tempo-30-Zone bleiben. Dafür will sich die SPD mit ihrer Mehrheit in der Harburger Bezirksversammlung einsetzen. Ein Lkw-Verbot wird es allerdings nicht geben. Eine Verdrängung des Verkehrs auf benachbarte Straßen erwartet die SPD nicht. „Da wird sich nicht viel verändern“, vermutet Fraktionschef Jürgen Heimath.
Hintergrund: Seit im Oktober 2010 in Meckelfeld eine marode Brücke über die Bahn saniert wurde, dürfen auch schwere Lkw diesen Weg nach Rönneburg und Wilstorf benutzen. Die Blechlawinen zeigen: Brummis - und viele Pkw-Fahrer auch - haben die Abkürzung entdeckt. Die Folgen: Viele Unfälle sowie Risse in älteren Häusern. Seit versuchsweise Barrieren eingerichtet wurden, hat die Zahl der Unfälle aber deutlich abgenommen.
Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Tempo-30-Zone aufzuheben. Jäger-/und Vogteistraße sollten zur Vorfahrtsstraße mit Beschilderung, die Barrieren würden bleiben, das Tempo würde auf 30 km/h reduziert. Die Anwohner-Initiative setzte auf eine Tempo-30-Zone mit Einengungen und Barrieren.
Nun hat die SPD sich die Meinung der Anwohner (überwiegend) zu eigen gemacht: Jägerstraße und Vogteistraße bleiben Tempo-30-Zone; an den Kreuzungen gilt „rechts vor links“; die Ampeln werden nicht abgebaut; alle Bushaltestellen werden auf die Fahrbahn verlegt, vorhandene Busbuchten werden abgebaut; die Breite der Jägerstraße wird auf 6,50 Meter begrenzt; Straßenschäden werden beseitigt; der Beginn der Tempo-30-Zone wird sehr deutlich kenntlich gemacht. SPD-Verkehrssprecher Michael Dose: „Diese Maßnahmen werden einen langsamen Verkehrsfluss bewirken.“
Wann geht’s los? Heimath: „Wir streben eine zügige Umsetzung an.“


Wird der Verkehr durch die angestrebte Lösung nicht automatisch in benachbarte Straßen verdrängt? Müssen Anwohner des Meckelfelder Wegs, der Rönneburger Straße, des Reesebergs und der Radickestraße jetzt vorsorglich Bürgerinitiativen gründen? „Es gibt nur eine gefühlte Verdrängung“, sagt Jürgen Heimath, „laut Verwaltung und Polizei hat es, seit die Barrieren stehen, tatsächlich keine wirkliche Verdrängung des Verkehrs gegeben.“ Trotzdem soll die Polizei am Reeseberg und in der Rönneburger Straße verstärkt Messungen durchführen. Heimath: „Man kann es einfach nicht allen Recht machen. Es darf aber auch nicht der Eindruck entstehen, man muss nur genug Krach machen, dann klappt es schon.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.