Viele Premieren beim Vogelschießen

Enno Stöver ist seit 2001 Mitglied der Harburger Schützengilde. Im Jahr 2009 übernahm er seinen Posten im Vereinsvorstand, der Deputation. Foto: max

Interview mit Enno Stöver, dem
1. Patron der Harburger Schützengilde

Von Andreas Tsilis.

Dr. Stöver, erstmals findet das traditionelle Harburger Vogelschießen nicht auf dem Schwarzenberg statt. Bleibt sonst alles beim Alten?
Nein, es wird, wenn Sie so wollen, zahlreiche Premieren geben. Die traditionell auf dem Schwarzenberg gehaltenen Reden am Bissing- und Grumbrecht-Denkmal sowie an der Friedenseiche werden nun durch eine Rede am Herzog-Otto-Stein, also in Rathaus-Nähe, ersetzt. Es gilt diese schöne Tradition fortzusetzen. Das Sportevent, eine Kooperation mit dem Hochschulsport, der TU Hamburg-Harburg, dem Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden und dem Bezirksamt, läuft auf dem Rathausplatz. Erstmals wird es eine Kooperation mit dem Citymanagement geben. Unser Vogelschießen schließlich findet eine Woche später statt, wobei der König an nur einem Tag ausgeschossen wird. Auch das ist neu.

Der Gründer und 1.König der Gilde, Herzog Otto I., galt als Erneuerer, als Reformator – was erhoffen Sie sich von den Reden an historischer Stelle?
Die Harburger Schützengilde kommt mit ihrem Vogelschießen nach fast 200 Jahren vom Schwarzenberg in die Harburger Innenstadt. Insofern ist es in diesem Jahr mit einem Festzelt auf dem Harburger Rathausplatz interessant zu erfahren, wie die Hamburger Politik und insbesondere der Hamburger Senat die Zukunft des Harburger Vogelschießens sieht. Traditionell folgt auf die Rede des 1.Patrons die Festrede eines Senatsvertreters.
Bei Arnold Mergell, Geschäftsführer der Hobum und unser diesjähriger Redner am Herzog-Otto-Stein, interessiert mich seine Sicht zu Harburg und dessen wirtschaftliche Weiterentwicklung. Wie geht’s weiter voran? Und wie gehen wir mit dem Hamburger Süden um? Welche Kräfte können wir für eine positive Entwicklung mobilisieren, nachdem der Wirtschaftsverein eine Harburg Vision entwickelt hat?

„Umgang mit Hamburgs
Süden“, wie meinen Sie das?
Wir müssen uns Gedanken machen, was die Metropolregion Hamburg speziell für Harburg bedeutet. Gerade an Hamburgs Rändern tun sich besondere wirtschaftliche und politische Konstellationen auf.
Die geografische Nähe zu Niedersachsen ist ein entscheidender Punkt. Hier sollte man sich auch politisch und im Verwaltungshandeln näherkommen. Auch wäre eine effektivere Verzahnung zwischen Niedersachsens Gemeinden und Harburgs Verwaltung wünschenswert, um die Metropolregion ganz praktisch erlebbar zu machen. Dieser Themenbereich bietet auch eine Möglichkeit, Harburg mit seinem Umland wieder stärker zusammenwachsen zu lassen.
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