Viele Familien, kaum Stress

Dichtes, aber entspanntes Gedränge herrschte vor allem am Sonnabend und Sonntag auf dem geschrumpften Außenmühlenfest. Foto: sk

Fast 30.000 Besucher beim Außenmühlenfest - regionale Ausrichtung kommt an

Von Steffen Kozieraz. Harburg.
Entspannt und ruhig drängten sich die Besucher auf der knapp 100 Meter langen Budenmeile über das Außenmühlenfest. Etwa 25.000 bis 30.000 Menschen, verteilt vom Freitag bis Sonntag, genossen das bunte Treiben.
Nachdem das Fest im vergangenen Jahr an der Zaundebatte scheiterte, sollte die 24. Auflage mit frischem Konzept einen Neunfang darstellen. Auf kleinere Maße gesund geschrumpft, setzte das von Heiko Hornbacher organisierte Event dieses Jahr auf regionale Künstler, Tanzschulen und Vereine. Tatsächlich kamen diese Auftritte bei vielen Gästen gut an, wie auch bei Anke Pateley aus Marmstorf: „Es müssen nicht die Hammerbands hier auftreten. Die Kleinen machen genauso Spaß.“
Während sich am Sonntagnachmittag bei bestem Wetter noch tausende Gäste, auf dem Festgelände tummelten, zog Hornbachers Assistentin Gabriela Thrun eine positive Bilanz. „Wir hatten dieses Jahr sehr viele Familien und abends kaum Stress.“
Am Ende zählte die Polizei moderate fünf Platzverweise wegen Pöbeleien im Vollrausch, wobei zweimal Widerstand geleistet wurde. „Mit den regionalen Anbietern wollen wir, dass sich die Harburger mit ihrem Fest identifizieren,“ erklärt die Veranstalterin die neue Ausrichtung. Mit Angeboten wie dem Schnupperrudern vom RC-Phönix oder dem Cheerleader-Workshop sei es gelungen, Kinder und deren Familien mit einzubeziehen.
Die Tanzschule Hädrich zieht am Sonntagabend mit kleinen Auftritten meist junger Mitglieder ein erstaunlich großes Publikum in den Bann. Vier junge Mädels tanzen eine Hip-Hop-Formation und hüpfen am Ende unter Applaus stolz von der Bühne. „Ich finde es total toll, dass wir hier auftreten durften,“ freut sich Regina Wulf, die ein halbes Jahr für diese Performance trainiert hat.
Doch der ein oder andere Fest-Veteran trauert alten Zeiten hinterher. Das Gelände sei zu klein, die Stände zu dicht und dadurch das Gedränge zu groß, beklagt sich Andreas Lünzmann (50) aus Harburg. Viktor, der hier vor 30 Jahren selber einen Stand hatte, kritisiert die zu hohen Standmieten, was für ihn der Grund für den Rückgang sei.
Klar ist: Es wird auch 2013 wieder ein Außenmühlenfest geben.
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