Verkehrsberuhigung Beerentalweg Ecke Langenberg

Unfallschwerpunkt oder vorschnell abgeurteilt?

Aktuell wird im Beerentalweg Ecke Langenberg eine Verkehrsberuhigung im Wohngebiet installiert und noch vor ihrer Fertigstellung gehen die Anwohner auf die Barrikaden und wehren sich dagegen.

Insbesondere die Anwohner dieser Straßen sollten eigentlich die Situation kennen und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung begrüßen. Die Baumaßnahme ist überhaupt noch nicht fertig gestellt und noch in der Bauphase, schon reicht man eine Beschwerde ein und der Aufschrei ist groß. Die vielen Autofahrer, die diese Strecke zum Ausweichen nutzen, hatten noch keine Chance, die neuen Bauwerke kennen zu lernen und sich daran zu gewöhnen.

Vielleicht ist diese getroffene Maßnahme zur Verkehrsberuhigung ja gar kein Unfallschwerpunkt, sondern hilft den Autofahrern, einfach mal tatsächlich angepasst in einem Wohngebiet zu fahren! Ausserdem könnte sich doch auch der Effekt einstellen, dass sich aufgrund dieser Verkehrsberuhigung viele Verkehrsteilnehmer doch entscheiden, auf den Hauptstraßen zu bleiben.

Der Baumaßnahme und den PlanerInnen wurde keine Chance eingeräumt sich zu beweisen. Noch in der Bauphase urteilen planerische Laien darüber, dass die getroffenen Maßnahmen ein Unfallschwerpunkt sind und der Verkehr nicht mehr schnell abfliesst. Und genau hier widerspricht sich die "Bürgerinitiative" selbst. Wenn der Verkehr nicht mehr schnell abfliesst, scheint die Tempoveringerung ja bereits zu funktionieren. Dass aktuell ein stärkeres Verkehrsaufkommen an der Baustelle ensteht, ist schlicht und ergreifend der Einbahnstraßenregelung an der Bremer Straße geschuldet. So weit haben die Gegner der Verkehrsberuhigung offenbar noch nicht gedacht.

Natürlich ist es unglücklich, wenn diese kleine Baumaßnahme zeitlich mit den Baumaßnahmen auf der Bremer Straße kollidiert, aber die Autofahrer sind angehalten, weiträumig auszuweichen. Die kleinen Rückstaus und Hupkonzerte sind aktuell sicherlich nur der Tatsache geschuldet, dass die Bremer Strasse als Einbahnstraße geführt wird und viele Autofahrer mit dem Ausweichen über Langenberg und der dort befindlichen Baustelle schlichtweg überfordert sind.

Der Aufschrei nach Steuerverschwendung und Fehlplanung ist immer schnell getan. Aber einfach mal umdenken, gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr üben und auch mal etwas Neuem eine faire Chance geben wäre doch mal ein Weg!
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3 Kommentare
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Martin Gromowski aus Harburg | 19.05.2015 | 19:19  
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V. B. aus Harburg | 21.05.2015 | 22:46  
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Maike Boernsen aus Harburg | 22.05.2015 | 13:03  
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