Unruhestand statt Ruhestand

HarAlt ist direkt neben dem Rieckhof zu finden. Der Mietvertrag läuft noch drei Jahre. Foto: pr

25 Jahre HarAlt - eine Erfolgsgeschichte

Ein Erfolgsmodell feiert Geburtstag. Die „Harburger Alternativen“ (HarAlt), das Senioren-Projekt der Harburger Volkshochschule, bestehen seit 25 Jahren. Die Geburtstagsparty steigt am 22. August im Kulturzentrum Rieckhof, direkt neben HarAlt.
Gegründet wurde HarAlt 1987 ursprünglich von der Stiftung für Berufliche Bildung, dem Arbeitsamt und der Volkshochschule. Zielgruppe waren Menschen, die kurz vor der Rente standen. „Gekommen sind dann hauptsächlich Rentnerinnen, die wegen Kindern und Jobs nie Zeit hatten, etwas für sich zu tun und die jetzt alles nachholen wollen“, erinnerte sich 2003 Edith Neuer, damals im HarAlt-Planungsteam.
Alle zwei Jahre, wenn die ABM-Maßnahmen ausgelaufen waren, mussten wieder neue Mitarbeiter gefunden werden. Was wurde aus den Kursen? Die Teilnehmer haben teilweise in Eigenregie weitergemacht. Heute besteht beinahe die Hälfte des Angebots aus selbstorganisierten, ehrenamtlich geleiteten Veranstaltungen. Hier leiten Teilnehmer – unterstützt von Mitarbeiterinnen der VHS – die Gruppen. „Dieses Zusammenarbeiten von Ehrenamtlichen und Profis macht den Motor und die Seele von HarAlt aus“, urteilt VHS-Regionalleiterin Monika Seeba. Im Augenblick hat HarAlt drei Mitarbeiterinnen.
Das erste Sommerprogramm 1987 umfasste neun Kurse, zu denen 40 Teilnehmer kamen. In diesem Sommer bietet HarAlt 100 Kurse an, über 1.100 Teilnehmer werden erwartet.
Im Laufe der Jahre musste HarAlt zweimal umziehen. Vor allem der Umzug aus Eißendorf ins Gymnasium Wilhelmsburg war heftig umstritten. „Viele Senioren hatten Angst, beispielsweise vor den großen Schülern oder der Anreise mit der S-Bahn“, beschrieb der damalige HarAlt-Leiter Wolfgang Klemm. Mit der Fertigstellung des Carrees im Harburger Zentrum begann 1998 bei der VHS ein großes Umzugsspektakel. Die Volkshochschule zog ins Carree, so dass für HarAlt die Räume im Rieckhof frei wurden. Monika Seeba: „Der Mietvertrag läuft noch drei Jahre.“
Was fehlt bei HarAlt? „Im Moment ist unser größtes Problem die Zuwegung auf der obigen Ebene zur VHS/HarAlt, die in einem wirklich desolaten Zustand ist, wo aber keiner so richtig zuständig zu sein scheint“, sagt die VHS-Regionalleiterin. Außerdem werden weitere ehrenamtliche Gruppenleiter gesucht.


VHS-Haus Rieckhof/HarAlt Rieckhoffstraße 6
21073 Hamburg, Telefon 77 11 03 03, Fax: 428 88 62-30
E-Mail: HarAlt@vhs-hamburg.de;
Internet: www.vhs-hamburg.de
Angeboten werden Kurse aus den Bereichen Gesundheit und Bewegung, Musik und Theater, Literatur und Sprache, EDV, Multimedia und Fotografie, Philosophie, Religion, Gesellschaft, Politik, Recht im Alltag, Kunst und künstlerisches Gestalten, sowie Spiele, Außenunternehmungen und mit Betriebsbesichtigungen.
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