Unfallschwerpunkt soll entschärft werden

Immer wieder gibt es Unfälle, weil die Autofahrer nicht die Regel "Rechts vor links" beachten. Foto: mag/Wiest

Verwaltung möchte in der Jägerstraße und Vogteistraße „Schikanen“ einbauen - jetzt muss nur noch die Politik zustimmen

Von Marion Göhring.
In den Straßenzug Jägerstraße/Vogteistraße sollen noch in diesem Jahr „Schikanen“ eingebaut werden, die den Verkehr dort weiter beruhigen sollen. Das hat Fachamtsleiter Gerrald Boekhoff vom Bezirks-amt Harburg zugesagt. Geld für die Baumaßnahme sei vorhanden. Nun muss nur noch die Bezirksversammlung zustimmen.
Und das wird sie ohne Zweifel auch tun, denn Politik und Polizei sind sich einig: Jägerstraße und Vogteistraße müssen eine Tempo-30-Zone bleiben – auch wenn sich täglich mehr als 7.000 Fahrzeuge durch eine der wenigen Verbindungen zwischen Meckelfeld und Harburg quälen.
Nicht nur das: Nach Angaben der Polizei ist der Straßenzug auch ein Unfallschwerpunkt. In den vergangenen drei Jahren sind hier 126 Verkehrsunfälle registriert worden. Auffällig: Die meisten Unfälle passierten, weil Autofahrer sich nicht um die Vorfahrtsregel „Rechts-vor-Links“ kümmern.
An den beiden Kreuzungen, die durch Ampelanlagen gesichert sind, gab es auffallend weniger Unfälle. Die Analyse der Polizei: „Baulich vermitteln die Straßen den Eindruck, man befinde sich auf einer Durchgangsstraße. Da vergisst man schon mal die Vorfahrtsregelung.“ Das soll sich durch den Bau von Nasen und Verkehrsinseln ändern.
Zufrieden sind die Anwohner deshalb noch lange nicht. „Das Problem sind die vielen Lkw und die überhöhte Geschwindigkeit“, sagt Anwohnerin Isabel Wiest. Nach dem Eindruck der Anwohner hält sich kaum jemand an Tempo 30. Die Polizei sieht das anders. „Wir führen ständig Geschwindigkeitsmessungen durch“, sagt ein Beamter. Die Verstöße gegen das Tempolimit hielten sich aber im üblichen Rahmen.
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