Unbequeme Fragen

Foto: deutsche post

Unregelmäßige Postzustellung: Bezirkspolitik fordert
Auflärung - Vertreter der Post soll Rede und Antwort stehen

In Marmstorf, Sinstorf und Langenbek hat es in den vergangenen Wochen Probleme mit der Briefzustellung gegeben. Tagelang wurde gar keine Post ausgeliefert, dann kam alles auf einmal, so dass Briefkästen überquollen.
Post-Sprecherin Maike Wintjen konnte bei der Zustellung aber keine Versäumnisse erkennen. Eine Einschätzung, die nicht von vielen geteilt wird - wie auch die viele Leserzuschriften zeigen. Jetzt soll ein Vertreter der Post Harburger Abgeordneten Rede und Antwort stehen.

LESERBRIEFE

„Die Arbeit war
nicht zu schaffen“
Ich wohne im Garbersweg und kann den Artikel nur bestätigen. Am 30. September habe ich eine E-Mail an die Post geschickt. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir seit etwa 2,5 bis 3 Wochen gar keine Postzustellung. Das bestätigen auch Nachbarn vom Hitzenbergen. Ich habe dieses in meiner E-Mail geschildert und die Frage gestellt, ob wir irgenwann wieder Post zugestellt bekommen würden. In der Antwort bestätigt die Post diesen unsäglichen Zustand und verspricht Abhilfe.
Ein Postzusteller, den ich am 30.09.15 spät nachmittags in der Straße Feuerberg traf, erklärte mir, dass er nach seiner Schicht in Heimfeld zusammen mit einem Kollegen nun nach Marmstorf geschickt wurde. Es stünden zu diesem Zeitpunkt "20" unbearbeitete volle Postkisten noch zur Verteilung an. Obwohl unsere Postzusteller seit einiger Zeit sogar mit dem Auto kamen, war die Arbeit offensichtlich nicht zu schaffen. Gründe, woran es liegt, sind mir nicht bekannt.
Sicherlich kann es aus verschiedenen Gründen vorkommen, das an einzelnen Tagen keine Post zugestellt wird, aber das wochenlang keine Post mehr zugestellt wird, darf nicht sein. Es gibt Terminsachen, Behördenpost, wo Fristen und/oder Termine einzuhalten sind, Rechnungen, in denen Skonto abgezogen werden kann - aber wir als Adressaten können nicht reagieren, da wir keine Post erhalten bzw. erhalten haben.
Seit dem 30.09.2015 erhalten wir wieder - ich würde meinen - regelmäßig Post. Hoffentlich ist das eine dauerhafter Zustand.

Angelika Prahl
per E-Mail



„Post kommt nur noch sporadisch“
Die Aussagen in ihrem Artikel müssen wir bestätigen. Seit langem kam die Post unregelmäßig, und die Austrägerinnen klagten über Arbeitsüberlastungen. Das haben wir noch hingenommen. Doch seit etwa drei Wochen, seit die Post mit einem gelben Kleintransporter (von einer Privatfirma?) zwischen 15 und 16 Uhr gebracht wird, bekommen wir nur noch sporadisch und unzuverlässig Post.
Besonders umfangreiche Zeitschriften wie „Die Zeit" und der „Der Spiegel" werden nicht termingerecht geliefert. Briefe, die am 1.10. in Deutschland abgeschickt und abgestempelt waren, kamen bei uns am 10. 10. an. Unsere monatliche Mitgliederzeitung vom Theaterabonnement (abgeschickt Anfang Oktober) ist gar nicht angekommen, und wir haben dadurch Termine verpasst. Einige unserer Briefe wurden in fremde Briefkästen geworfen, die uns dann teilweise von verschiedenen (!) Empfängern übergeben wurden (wenn überhaupt).
Auf die vielen vergünstigten Info- und Werbe-Sendungen legen wir gar keinen Wert und hatten dazu einen Verweis auf dem Briefkasten. Trotzdem fanden wir diese Sendungen immer wieder vor, aber ohne Post für uns. Wir schicken noch viele Briefe mit unvergünstigtem, teurem Porto und erwarten, dass sie zeitnah zugestellt werden ! Sollte unsere Misere anhalten, werden wir weitere Schritte unternehmen.

Uda Brand
per E-Mail



„Austräger hetzten
im Laufschritt“
Ich wohne am Sinsorfer Weg. Am 2. Oktober musste ich mir den „Stern" am Kiosk kaufen, da er bis 15 Uhr nicht da war. Das Programm fängt samstags an und die Zeitung kam schon zweimal erst nach dem Wochenende.
Während des Post-Streiks hatte ich noch Verständnis, dass die Zeitung zu spät kam. Inzwischen überlege ich, ob ich das Abo kündige.
Seit dem die Post die Touren umgestellt hat, ist es laut der Zustellerin normal, dass sie erst gegen 15 Uhr kommt. Das habe ich jedoch erst eine Woche später auf Nachfrage erfahren.
Für mich ist das in Ordnung, wenn es denn regelmäßig ist. Unternehmen, die auf den Schriftverkehr angewiesen sind, leiden jedoch unter den späten und unregelmäßgen Auslieferungen - dies betrifft das ganze Umland.
Das Argument, man bekäme nicht jeden Tag Post, ist lächerlich. Die sogenannte „Ausla-tung" der Mitarbeiter ist eher eine "Ausbeutung". Ich beobachte seit langem, dass die Austräger sich im Laufschritt abhetzen. Der sehr engagierte Paket-Bote wurde damit bestraft, dass er jetzt eine schwierigere Tour zugeteilt bekommen hat. In Marmstorf fährt jetzt ein für die Post billigerer Bote, der bei einem Subunternehmen der Post angestellt ist.
Die Post redet sich immer mit Konkurrenzdruck heraus. Aber nicht nur der Preis muss stimmen, sondern auch der Service. Vor ein paar Jahren war man noch stolz auf die Deutsche Post im Vergleich zu anderen EU-Ländern. Inzwischen kann man das leider nicht mehr sein. An den Austrägern selbst liegt dies jedoch nicht. Die haben mein vollstes Verständnis.

Kerstin Petzschke
per E-Mail



„Zwölf Tage für
Brief aus Bremen“
Die Aussage erboster „Kunden" der Deutschen Post kann nur bestätigt werden. In unserem Bereich in Marmstorf wurde in den letzten Wochen höchstens zweimal wöchentlich Post zugestellt. Dies hat dazu geführt, dass zum Beispiel ein Brief aus Sinstorf nach Marmstorf eine Laufzeit von acht Werktagen und ein Brief aus Bremen von zwölf Tagen hatte (laut Poststempel). Einladungen zu Veranstaltungen gingen verspätet ein. Wenn die Sprecherin der Post AG meint, dies wäre normal, ist dies als arrogant zu bezeichnen und sie sollte sich fragen, inwieweit sie in ihrer Position in einem Monopolbetreieb an der richtigen Stelle ist.

Karl-Heinz Kotteck
per E-Mail



„Post-Sprecherin
verschönert alles“
Ich wohne in Marmstorf. Was die Sprecherin der Post AG, Frau Maike Wintjen, behauptet finde ich eine Frechheit. Wenn man soviele Beschwerden bekommt, dass Post nicht ausgeliefert wird, kann sie nicht behaupten, dass die Post jeden Tag in Marmstorf unterwegs ist. Wir haben vor September immer regelmäßig Post bekommen und seit September nicht mehr. Sogar acht Tage gar keine.
Telefonisch kann man sich kaum beschweren, weil man entweder in eine endlose Warteschleife hängt und dann wird gesagt: Wir leiten es weiter. Das ist keine große Hilfe. In unsere Straße haben viele Leute versucht, sich zu beschweren, sind aber per Telefon nicht weiter gekommen.
Frau Wintjen verschönert alles und möchte das Problem wahrscheinlich nicht sehen..

Petra Pape
per E-Mail



„Wichtigen Termin verpasst“
Es ist sogar bekannt, dass die Post hier in Harburg nicht regelmäßig ausgetragen wird.
Ich finde es echt dämlich, dass man seine Post nicht rechtzeitig bekommt. Denn meistens sind es wichtige Briefe, die sofort ausgefüllt oder beantwortet werden müssen. Ich habe einen wichtigen Termin nicht wahrnehmen können, da die Einladung zu spät im Postkasten war.
Das war sehr ärgerlich und machte mir Probleme. Ich musste einen Monat warten, um einen neuen Termin zu bekommen. Und ein weiteres Phänomen sind diese Prospekte (Angebote von Lidl, Aldi etc.), die jede Woche spätestens Samstag kommen sollten. Die bekommen wir dann erst nächste Woche Montag oder Dienstag.
Also ganz schrecklich mit der Post. Ich hoffe sehr dass sich das schleunigst ändert. Die Postboten werden nämlich bezahlt, dafür müssen sie ja auch was tun. Das tue ich und Sie ja auch.

Rahnia El Halas
per E-Mail



„Post braucht
drei Wochen“
Bei uns im Fichtenweg , 21077 Hamburg-Marmstorf, bekommen wir unsere Post nach drei Wochen ausgeliefert. Beispiel: Abo TV Spielfilm. Die letzen vier Ausgaben haben wir geliefert bekommen, als das Fernsehprogramm schon abgelaufen war. Reiseunterlagen wurden in Hamburg abgeschickt, Poststempel 19.09.15, im Briefkasten waren sie am 9.10.15. Ich könnte noch fleißig so weiter machen.

Boris Wienck
per E-Mail



„Nur unregelmäßig und mit Verspätung“
Diesem Artikel kann ich nur beipflichten, auch bei uns kommt die Post unregelmäßig mit häufiger Verspätung. Das Nachbarhaus wird regelmäßig von einer Briefträgerin versorgt, während unsere Briefträgerin wesentlich später und des öfteren auch mal gar nicht auftauchte.
Seit etwa einer Woche wird allerdings ein Postwagen (T4) eingesetzt ... der zwischen 13 und 17 Uhr auftaucht..

Detlef Rammin
per E-Mail


„Zeitschriften
kommen später“
Auch hier in Langenbek hat sich die Postzustellung stark verändert. Post kommt etwa zweimal die Woche und dann jeweils mit um die zehn Briefen. Zeitschriften kommen ein bis zwei Tage später als sonst.
Die ZEIT wurde früher frühmorgens zusammen mit dem Hamburger Abendblatt ausgeliefert. Als die ZEIT einen Hamburg-Teil eingerichtet hatte, wurde offensichtlich die Zusammenarbeit mit dem Abendblatt-Service aufgekündigt und die Post AG mit der Zustellung beauftragt.
Seitdem kam auch die ZEIT meistens um Tage verspätet. Seit kurzem hat die ZEIT offensichtlich auf einen eigenen Zustelldienst zurückgegriffen. Seitdem kommt sie wieder pünktlich am Donnerstagvormittag.

Helgo Klatt
per E-Mail



„Wir bekamen
massig Probleme“
Ich war sehr verwundert, einen Artikel über einen Monopolis-ten zu lesen, der wahrlich schlechte Arbeit abliefert. Hierbei ist zu beachten, dass nicht das Personal für die mangelhafte Qualität der Briefzustellung zuständig ist.
Seit Mitte August diesen Jahres funktioniert bei uns in Marmstorf rein gar nichts mehr mit der Briefzustellung. Unser Bezirk ist dem Ländlichen zugewiesen worden und wurde seither nur noch ganz unregelmäßig mit der täglichen Post versorgt. Die wöchentliche Werbung kam schon wochenlang nicht mehr bei uns an, und so haben wir uns entschlossen, den Weg der telefonischen Beschwerde zu gehen.
Dieser Service ist mindestens so mangelhaft, denn die Wartezeiten betrugen zwischen 25 und 35 Minuten, bis dann ein Servicemitarbeiter für jemanden da war. Dier Mitarbeiter war sehr freundlich - zwar gestresst, aber freundlich - und nahm dann sehr korrekt die Beschwerde entgegen. Mehrmals beteuerte er im Namen der Post, dass es ihm sehr leid tut. Es wurden sogar Probebriefe verschickt.
Natürlich mit dem Emblem der Post, was mich sehr auflachen ließ. Diese kamen selbstverständlich auch pünktlich an.
Andere Briefsendungen, die am 29.09. von einem Möbelhaus verschickt wurden, kamen allerdings erst am 08.10. an und bescherten uns massig Probleme....
Eine normale kleine Firma kann sich so eine Blamage nicht erlauben. Bei einem Monopolisten wie der Post ist man allerdings schon so einiges gewohnt. Bestimmt hat da ein Rotstift-Junkie wieder seinem Boss erklärt, er könne die Personalplanung effizienter gestalten. Natürlich zu Lasten des Kunden.
Unsere Unzufriedenheit ist nach wie vor da. Wir haben das Gefühl, dass die Post die Briefsendungen sammelt und dann ein- bis zweimal die Woche nur austrägt. Selten haben wir so wenig Post und dann so in Menge erhalten.

Familie Härtel aus Marmstorf
per E-Mail



„Fünf Woche für
Brief nach Heimfeld“
Für zwei Firmen Am Frankenberg 21 können wir den Beschwerden für unsere Straße nur zustimmen.
Man ist echt „genervt", seit fünf Wochen rufe ich alle drei Tage bei der Beschwerdestelle für Firmen unter 0180/65 55 555 an, da wir keine Post erhalten beziehungsweise der Briefkasten bei uns in der Straße vor Haus Nummer 36 so voll ist, dass die Klappe nicht mehr zu öffnen ist.
Die Post, welche wir bekommen, ist eine Katastrophe. Termine verpasst, Sconto erloschen, da Briefe zu lange unterwegs waren. Post, die wir in den Kasten werfen zwecks Terminvereinbarungen, war von Langenbek bis Heimfeld fünf Wochen unterwegs.
Die netten Leute bei der Beschwerdestelle haben zwar Verständis, sagen aber „ach, Sie schon wieder "
Es reicht, die Post ist ein Dienstleistungsunternehmen, welches ich bezahle.
Laut Aussage des Postboten, der bei uns sporadisch verteilt, ist unsere Stammpostbotin lange krank und er schafft es nicht. Wunderbare Aussage !

Fa. Lindtner Haustechnik
per E-Mail


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