Umgestaltung Seevepassage: Das kann noch dauern

Sieht schick aus und soll nach Abriss des Harburg Centers gebaut werden: eine Freitreppe, die den Harburger Ring mit dem Rieckhofplatz verbindet. Foto: ANNABAU Architektur und Landschaft GmbH

Umsetzung der Maßnahmen an der Rampe
Gloria Tunnel sind schwieriger als geplant

Von Olaf Zimmermann.
Die versprochene Umgestaltung der Seevepassage verzögert sich. „Eine verlässliche Zeitplanung kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgegeben werden“, bestätigt Bezirksamtssprecherin Bettina Maak.
Hintergrund: Die Seevepassage liegt mitten in der Harburger City. Der öffentliche Raum wirkt abgeliebt und ungepflegt, manche Ecken dienen als Freiluftklo. Dem Tunnel zur Lüneburger Straße helfen auch keine teuren Lichtinstallationen. Zuschütten wäre die vermutlich beste Alternative, findet in der örtlichen Politik aber keine Mehrheit. „Mit der Harburger SPD wird es ein Zuschütten des Gloriatunnels nicht geben“, versprach der SPD-Kreisvorsitzende Frank Richter.
Fünf Planungsbüros machten sich über die Verschönerung der Seevepassage Gedanken. Vor knapp einem Jahr fiel die Entscheidung: Umgesetzt werden soll das Konzept des Berliner Büros Annabau. Demnach soll die Seevepassage ein mehrfarbiges Streifenmuster erhalten; Wände, Decken und Bodenbeläge sollen neu gestaltet werden. Dafür stehen rund 900.000 Euro zur Verfügung, die der Phoenix-Center-Betreiber ECE zahlen muss. Im Zuge der Erweiterung des Centers war dies ausgehandelt worden.
Warum wurde bislang noch nicht mit der Umgestaltung angefangen? Bettina Maak: „Die Umsetzung der Maßnahmen an der Rampe Gloria Tunnel sind komplizierter als angenommen. Die Betonkonstruktion erfordert eine Neubewertung.
Wie ist der Sachstand bei der angedachten „Freitreppe“, die Rieckhofplatz und Harburger Ring verbinden könnte? „Das Bezirksamt strebt an, dass die Freitreppe im Zusammenhang mit dem Neubau Harburger Ring 6 realisiert wird“, so die Bezirksamtssprecherin. SPD-Mann Richter weiß mehr: „Der Investor hat sich verpflichtet, die vorgeschlagene Freitreppe von der Ebene des Harburg-Centers in die Seevepassage auf eigene Kosten zu realisieren.“
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1 Kommentar
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Petra Weinstein aus Harburg | 24.05.2017 | 22:23  
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