Übers Wasser fliegen

José Fernandes fliegt über den Neuländer See. Der 260 PS starke Jetski saugt Wasser an, der Raketenrucksack presst es heraus. Dabei entstehen Flughöhen von mehreren Metern Foto: Tsilis

Wasserski Neuland: Eigentümer
Siegfried Weckler investierte bereits 500.000 Euro - Jetzt gibt’s auch Jetski

Von Andreas Tsilis.
Wasserski-Anlagen boomen. Ein sportlicher Hotspot ist die Anlage in Neuland. Hier trainieren die Besten der Branche, Weltmeister, deutscher Meister, Vizeeuropameister – alles Hamburger. Seit diesem Jahr ist Siegfried („Siggi“) Weckler Eigentümer von Hamburgs einziger Anlage. Ein bißchen verrückt müsse man schon sein, um in eine Wasserskianlage Geld zu stecken, sagte Weckler vor der offiziellen Saisonabschlußfeier: „Bilanzen lassen sich analysieren, unterm Strich steckt man das Geld aber in eine Risikoimmobilie.“
Wasserskianlagen gelten als gewagtes Investment. Bei Sturm ist die Anlage geschlossen, schlechtes Wetter lockt zu wenige, wenn es warm ist, brennt die Hütte.
Weckler konnte aufatmen. Der Sommer war gut, der Zuspruch enorm. Für den Unternehmer war es wichtig, das Objekt komplett auf Vordermann zu bringen. Über 500.000 Euro investierte er in Technik, Ambiente und Sportler-Ausrüs-tung. Derzeit werden für 80.000 Euro fünf neue „Obstacles“ (Hindernisse für Wakeboarder) produziert. 2015 soll der Außenbereich der Gastronomie in Angriff genommen werden.

Ab 2015 auch
Stand up Paddling

Auch wenn noch nicht alles so ist, wie es sich der Inhaber vorstellt, einmalig ist seine Anlage schon jetzt. Neben Wakeboarding bietet Weckler etwas, was es in Deutschland bisher nur bei ihm gibt: den Jetpack. Einen 7.000 Euro teuren „Raketenrucksack“ für das Fliegen übers Wasser, den auch bei der Saisonabschlussfeier jeder ausprobieren konnte. Einer der ers-ten Piloten war José Fernandes. Der Besitzer des Snowdomes hat in seinem Leben schon allerlei Fluggerät ausprobiert, beeindruckt war er dennoch. „Einfacher und schneller läst sich das Fliegen nicht lernen.“
Für den Eigentümer der Anlage ist der Jetpack eine kluge Erweiterung des Anwendungsbereiches seines Jetski: Mit „Funsport“ spricht man vor allem die wichtige Zielgruppe der 10-24jährigen an, von denen sich viele regelmäßig auf der Wasserskianlage tummeln. Nächstes Jahr will Weckler Stand up Paddling, „Stehpaddeln auf dem Surfbrett“, anbieten. So „bodenständig“ ist der „Siggi“ dann auch noch.


Wasserski
In Deutschland gibt es 70 Wasserskianlagen mit rund 100 Seilbahnen (Wasserskiliften). Für die Inbetriebnahme einer neuen Anlage werden zwischen 1,5 bis 2 Millionen fällig. Siegfried Weckler betreibt hamburgweit die einzige Wasserskianlage. Er beschäftigt vier feste Mitarbeiter und knapp 20 Aushilfen.
Schulen, Vereine, Unternehmen und Betriebssportgruppen buchen die Anlage. Je nach Wetterlage ist der ganzjährige Betrieb möglich.

Wasserski & Wakeboard
Hamburg GmbH
Am Neuländer Baggerteich 3, 21079 Hamburg
Tel 30 38 580
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