Überlebt!

Zusammen mit ihrem Stammzellenspender Hans Waßmuth aus Hessen und seiner Frau Lydia (r.) feierte Margret Havenstein (M.) in diesem Jahr ihren 15. Geburtstag in Eckernförde. Foto: pr

Dank einer Stammzellentransplantation besiegt Margret Havenstein ihre Leukämie - jetzt wurde mit dem Spender gefeiert

sabine langner harburg

Die Prognose der Ärzte war niederschmetternd: Ein halbes Jahr, vielleicht noch ein Jahr sollte die an Leukämie erkrankte Margret Havenstein zu leben haben. Mit 57 Jahren galt die Harburgerin als zu alt für eine Knochenmarktransplantation.
Aber Margret Havenstein wollte nicht aufgeben. Mit der gleichen Disziplin, mit der sie zuvor für verschiedene Marathonläufe trainiert hatte, kämpfte sie nun gegen ihre Krankheit. Dank ihrer körperlichen Fitness waren die Ärzte im UKE bereit, sie in eine Studie mit aufzunehmen und doch auf eine Transplantationsliste zu setzten.
Nach einigen qualvollen
Wochen des Wartens endlich ein Treffer. Die DNA von Hans Waßmuth, Bürgermeister in Rosenthal, einer kleinen hessischen Stadt, passte zu fast hundert Prozent auf die von Margret Havenstein. „Am 17. Juli 2001 wurden mir abends um sieben Uhr im Zimmer sieben seine Stammzellen gegeben“, erinnert sich die heute 72-jährige Heimfelderin noch ganz genau. „250 Gramm ganz große Hoffnung flossen in mich hinein.“
Es klappte. Zwar springt man nach einer solchen Transplantation nicht sofort wieder auf und ist gesund, aber Margret Havenstein ist eine Kämpferin. Bei den anschließenden Behandlungen ging sie immer wieder in Gedanken ihre Marathonläufe durch. Sie schwor sich, wenn sie diese Krankheit überlebt, dann würde sie demnächst einen ganz besonderen Marathon mitlaufen. Tatsächlich hat sie vier Jahre später den New York-Marathon mitgemacht. „Meine Freundin und ich sind allerdings nur gewalkt. Laufen geht nicht mehr,“ sagt Margret Havenstein.
Ihren Spender traf die ehemalige „Erste Hausdame“ in einem großen Hotel zum ersten Mal nach zwei Jahren. Es war Zuneigung auf den ersten Blick, „schließlich ist Hans ja irgendwie mein Zwilling“, lächelt Margret Havenstein. Jetzt feierten ihre Familie und die von Hans Waßmuth ihren „15. Geburtstag“ zusammen in Eckernförde.
Margret Havenstein hat seit der Diagnose eine neue Aufgabe. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Förderverein für Knochenmarktransplantation in Hamburg, sammelt Spendengelder und begleitet andere Menschen, die gegen die gleiche Krankheit kämpfen.
Mehr Infos zum Förderverein unter Tel 45 000 295 oder im Internet unter
❱❱ www.foederverein-kmt.de
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