Tschüss, Andreas!

Harburger Journalisten trauern um Andreas Tsilis,
der mit nur 49 Jahren überraschend verstarb

In meinem Kalender steht noch ein Termin mit ihm. Wir wollten miteinander einen Kaffee trinken gehen und über Berufliches plaudern. Doch dazu wird es niemals mehr kommen: Denn mein Kollege Andreas Tsilis ist tot. Er brach vor ein paar Tagen überraschend zusammen und verstarb nur wenige Tage später.
Der Süden Hamburgs, das war für Andreas Tsilis Heimat. Er ging in Harburg zur Schule, knüpfte in dieser Zeit Freundschaften, die bis zu seinem Tod hielten. Menschen interessierten Andreas. War er für einen Artikel in Moorburg, Wilhelmsburg oder Harburg unterwegs, kam er mit einer langen Liste von neuen Themen für mögliche weitere Artikel zurück. Als Journalist ging er mit offenen Augen und Ohren durch die Welt, war neugierig auf Zusammenhänge und Fakten. Er lachte und scherzte mit den Menschen, hatte aber auch ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte.
So entstanden Artikel wie über den letzten Schuhmacher im Phoenix-Viertel oder über den Wilhelmsburger mit dem Bunker im Garten. Als „Wochenblatt- Schützenexperte“ schrieb Andreas mit viel Fingerspitzengefühl über das Leben der Harburger Majestäten.
Andreas wurde vor einigen Tagen mitten aus dem Leben gerissen. Sein Sohn und seine Partnerin verloren einen geliebten Menschen, wir Journalisten einen sehr angenehmen, engagierten Kollegen. Wir werden Andreas vermissen!
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1 Kommentar
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Eric Pertold aus Harburg | 29.06.2016 | 22:45  
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