Tragischer Unfall an der Seehafenstraße

Ein Notarzt versorgt den 35-Jährigen, der mit schweren Verbrennungen ins Unfallkrankenhaus Boberg eingeliefert wurde. Sein Zustand gilt als kritisch. Foto: Mücahid güler

Mann (35) kletterte auf Kesselwagen und erlitt Stromschlag –
sein Sohn filmte das Unglück

Rangierbahnhof Unterelbe-
Seehafen Heimfeld, Dienstag, 30. Juni, gegen 20.30 Uhr: Adebola O. (35) klettert an der Seehafenstraße auf einen Kesselwagen und läuft auf ihm herum. Sein elfjähriger Sohn filmt die Aktion mit einer Videokamera. Beim Herunterklettern kommt der Heimfelder Student der Oberleitung zu nah.
Durch einen Lichtbogen erleidet er einen 15.000 Volt Stromschlag und stürzt aus vier Metern Höhe auf die Gleisanlagen. Ein Unfallzeuge alarmierte sofort die Polizei. Nach der ersten Versorgung durch einen Notarzt kam Adebola O. mit schwersten Verbrennungen und schweren inneren Verletzungen mit dem Krankenwagen ins Unfallkrankenhaus Boberg.
Sein Sohn wurde noch vor Ort von einer Mitarbeiterin der Notfallseelsorge Hamburg betreut und mit einem schweren Schock in ein Krankenhaus eingeliefert.

Gefahren an Bahnanlagen
Die Bundespolizeiinspektion Hamburg warnt vor den Gefahren an Bahnanlagen. Der Aufenthalt in den Gleisbereichen und auf Zügen ist verboten und lebensgefährlich. Die Gefahren an Bahnanlagen werden oftmals unterschätzt. Die Gefahren, die von Stromleitungen ausgehen, sind oftmals nicht bekannt.
Bereits die Nähe zu Bahn-Oberleitungen, etwa durch Klettern auf Bahn-Waggons, genügt für einen Stromüberschlag. Die Oberleitung muss hierfür nicht berührt werden!
Eine Annäherung bedeutet, mit seinem Leben zu spielen.
Die Bahn-Oberleitungen haben eine Spannung von 15000 Volt und haben bei Kontakt oder Stromüberschlag starke bis tödliche Verbrennungen zur Folge.
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